Tapetenschlange mit Steckbriefen

Am 25.08.2014 haben zwei neue Klas­sen an der FAW die Aus­bil­dung zum Sozi­al­as­sis­ten­ten begon­nen. Neben obli­ga­to­ri­scher Begrü­ßung durch den Schul­lei­er, Vor­stel­lung der Lehr­kräf­te, Beleh­run­gen über Schul- und Haus­ord­nung, Sicher­heit, Unter­richts­zei­ten u.v.m. steht am Anfang der Bil­dung eines Kas­sen­kol­lek­tivs das Ken­nen­ler­nen der Mit­schü­ler. Dem einen oder ande­ren neu­en Schü­ler war die Unsi­cher­heit davor, sich nun vor der gesam­ten Klas­se mög­lichst posi­tiv dar­zu­stel­len, förm­lich von den Augen abzu­le­sen.
Und dann began­nen die Klas­sen­lei­te­rin­nen mit Kon­fu­zi­us:
Sage es mir, und ich ver­ges­se es; zei­ge es mir, und ich erin­ne­re mich; lass es mich tun, und ich behal­te es.
Also das ging doch über das Reden hin­aus. Soll­ten wir jetzt auch noch Bil­der von unse­rem Leben zei­gen? Und was soll­ten wir tun?
Ergeb­nis war das Pro­jekt „Wer bin ich – ein Steck­brief von jedem Schü­ler”. Die ers­te Part­ner­ar­beit stand an! Und es klapp­te sogar mathe­ma­tisch. Die gera­de Schü­ler­zahl in bei­den Klas­sen ermög­lich­te es 20 Dya­den (ein ers­ter Fach­be­griff) zu bil­den. Nach der Erstel­lung der Steck­brie­fe – in denen wir unse­re Wün­sche, Inter­es­sen, Vor­lie­ben eben alles was uns so indi­vi­du­ell macht sicht­bar gemacht wor­den waren. Jeder durf­te nicht sich selbst son­dern sei­nen Part­ner vor der Klas­se vor­stel­len. Die Ergeb­nis­se unse­res ers­ten Pro­jekts hin­gen da schon längst an einer Tape­ten­rol­le mit Wäsche­lei­ne befes­tigt im Atri­um. Damit kön­nen uns auch die ande­ren Schü­ler ken­nen­ler­nen.
Eigent­lich müss­ten hier noch 40 Arti­kel ange­hef­tet wer­den. Denn die Klas­sen­leh­rer for­der­ten von jedem noch eine ver­ba­le schrift­li­che Beschrei­bung der ers­ten Woche. Die Arti­kel heben wir bis zum Abschluss unse­rer Aus­bil­dung auf und dann wer­den wir sehen, ob und wie wir uns ent­wi­ckelt haben. Hier nur ein Zitat von Kjeld aus der Klas­se Sozi­al­as­sis­ten­ten 14/2: „Wir haben in der Woche gelernt, zusam­men mit den ande­ren Schü­lern zu arbei­ten.“
Wün­schen wir uns, dass die­se Zusam­men­ar­beit zum gegen­sei­ti­gen Vor­teil wei­ter so gut funk­tio­niert und noch bes­ser wird!

Dr. A. Möh­ring

 

Wir hinterlassen unsere Spuren

Nach­dem unser eigent­li­ches Pro­jekt – die Iso­lie­rung des Sport­rau­mes mit Eier­ver­pa­ckun­gen – aus brand­schutz­recht­li­chen Grün­den kurz­fris­tig nicht geneh­migt wer­den konn­te, muss­ten wir uns schnell ande­re Gedan­ken machen. Und weil die Säu­le vor dem Leh­rer­zim­mer so trau­rig aus­sah, kamen wir auf die Idee, die Säu­le als Mit­tel­punkt unse­res Sitz­krei­ses im Auf­ent­halts­be­reich freund­li­cher zu gestal­ten.

Ide­en und Ent­wür­fe gab es eini­ge. Die­se ent­spra­chen jedoch nicht den hohen gestal­te­ri­schen Erwar­tun­gen der Schul­lei­tung. Als noch mal ran an die Arbeit. Die Zeit wur­de knapp. Aber es gibt ja glück­li­cher­wei­se Herrn Glä­se­mann mit sei­nen pro­fun­den Erfah­run­gen und den Druck von Frau Möh­ring frei nach dem Mot­to: Wer auf­gibt, hat schon ver­lo­ren. Und was uns dann gelun­gen ist, kann sich sehen las­sen. Aber ent­schei­det selbst.

Vie­len Dank auch an Frau Weid­ner, der gestal­tungs­tech­ni­schen Mit­ar­bei­te­rin der FAW. Ohne ihren Bei­stand und tat­kräf­ti­ge Unter­stüt­zung hät­ten wir das nicht hin­be­kom­men.

Mit dem Pro­jekt „Säu­le” ver­ab­schie­det sich die Klas­se der Sozi­al­as­sis­ten­ten der 12/2 von der Aus­bil­dung und setzt ihren Weg – zum Teil in der Erzie­her­aus­bil­dung – fort.

Die Schü­ler der Sozi­al­as­sis­ten­ten 12/1

 

Schulstart mit Projektwoche

Der Schul­start für die 56 ange­hen­den Erzieher/innen im 1. und 2. Aus­bil­dungs­jahr begann in die­sem Jahr mit der Pro­jekt­wo­che zum The­ma „Sin­nes­wahr­neh­mung anre­gen und för­dern“.
In fünf Arbeits­grup­pen zu den The­men Sehen, Rie­chen, Füh­len, Schme­cken und Hören erar­bei­te­ten die Grup­pen nach eige­nen Fra­ge­stel­lun­gen Infor­ma­tio­nen und gestal­te­ten Spie­le und Expe­ri­men­te zur Ver­an­schau­li­chung. Ziel war es, Anre­gun­gen und Ange­bo­te für Kin­der im Ele­men­tar­be­reich zu pla­nen und umzu­set­zen.
In jeder Grup­pe wur­de recher­chiert, geplant, geschrie­ben , geklebt, model­liert , dis­ku­tiert, gelacht, zuge­hört … Die Leh­rer gaben uns krea­ti­ve Frei­heit.
Dabei her­aus kamen zum Bei­spiel ein Xylo­phon aus Fla­schen, ein Ohr­mo­dell 50:1, opti­sche  Täu­schun­gen, ein Expe­ri­ment zum Rie­chen und eines zum Sehen, eine Fühl­kis­te, ein Fuß­pfad, ein Geschmacks­brett­spiel und Vie­les mehr.
Für den Inhalt ent­wi­ckel­ten wir in jeder Grup­pe Fra­gen, die zu einem Quiz für die ande­ren Klas­sen zusam­men­ge­stellt wur­den.
Lei­der war es mit den Ide­en bald zu Ende und mit dem Pro­jekt auch.
Abschlie­ßend kön­nen wir sagen, dass uns die Arbeit viel Spaß gemacht hat und alle einen 7. Sinn für krea­ti­ve Wahr­neh­mungs­an­re­gun­gen ent­wi­ckelt haben.

Moni­ka Fon­fa­ra, Schü­le­rin Erz 12, Andrea Hop­pe, Leh­re­rin

Abschluss und Präsentation der Weihnachtsprojekte am 20. Dezember 2012

Den Abschluss des Weih­nachts­pro­jek­tes an der Beruf­li­chen Schu­le, in des­sen Ver­lauf ver­schie­de­ne Schü­ler­grup­pen an den unter­schied­lichs­ten Pro­jek­ten arbei­te­ten, stell­te die für den 20. Dezem­ber geplan­te Prä­sen­ta­ti­on der Ergeb­nis­se im weih­nacht­lich gestal­te­ten Foy­er dar. Von neun Uhr an lief ein bun­tes und abwechs­lungs­rei­ches Pro­gramm der Pro­jekt­grup­pen, das von Herrn Pickut mit sei­ner gro­ßen Thea­ter-Grup­pe eröff­net wur­de, die sich auf eine Rei­se rund um die Welt in Sachen Weih­nachts­tra­di­tio­nen in ver­schie­de­nen Län­dern mach­te.
Es schloss sich Herrn West­phals Pro­jekt­grup­pe an, die Zwerg Bert ein Hör­spiel mit dem Titel „Ich will gewin­nen” wid­me­te und die­ses selbst­pro­du­zier­te Werk nebst einer klei­nen Foto­prä­sen­ta­ti­on von der Pro­duk­ti­on vor­spiel­te (einen aus­führ­li­che­ren Bei­trag zur Erstel­lung des Hör­spiels fin­det man hier).
Eine wei­te­re Pro­jekt­grup­pe unter Lei­tung von Frau Dr. Möh­ring hat­te eben­falls ein Hör­spiel mit selbst­kom­po­nier­ter und -per­form­ter Titel­me­lo­die pro­du­ziert, in des­sen Mit­tel­punkt Zwerg Bert und das Ver­schwin­den eines klei­nen Hun­des stand. Die Grup­pe stell­te dem Audi­to­ri­um ihr Hör­spiel, unter­malt von einer per Bea­mer pro­ji­zier­ten Prä­sen­ta­ti­on mit selbst­er­stell­ten Moti­ven zur Geschich­te vor.
Die von Herrn Glä­se­mann gelei­te­te Pro­jekt­grup­pe bau­te im Ver­lauf der Pro­jekt­ta­ge nicht nur ein beson­ders schö­nes Stab­pup­pen­thea­ter, son­dern auch die zuge­hö­ri­gen Stab­pup­pen, die, wie die Betei­lig­ten vor Ihrer Vor­stel­lung beton­ten, kei­ne rea­len Vor­bil­der hät­ten, weder in der Beruf­li­chen Schu­le und noch viel weni­ger in der Leh­rer­schaft  :lol:. Das Publi­kum hat­ten eben­so wie die drei Pup­pen­spie­ler jede Men­ge Spaß an die­ser „etwas ande­ren Weih­nachts­ge­schich­te” und es ist nicht über­trie­ben, wenn hier von zahl­rei­chen Lach­trä­nen die Rede ist.
Anschlie­ßend prä­sen­tier­te Herr Gey­er als Lei­ter der Grup­pen „Schreib­werk­statt” und „Hör­spiel-Cover-Gestal­tung” per Bea­mer die Ergeb­nis­se der Schü­le­rin­nen und Schü­ler, die sich in die­ser Pro­jekt­grup­pe enga­giert betei­ligt hat­ten.
Es schloss sich — sozu­sa­gen als letz­ter Act im Foy­er — die Pro­jekt­grup­pe Musik unter Lei­tung von Frau Mehr­tens an, die eini­ge Weih­nachts­lie­der, mutig unter­stützt vom vie­len Zuschau­ern, per­form­te. Zu weih­nacht­li­cher Musik wur­de anschlie­ßend im Rah­men einer selbst ent­wi­ckel­ten Cho­reo­gra­fie getanzt, was beim Publi­kum so gut ankam, dass ein Teil davon noch ein­mal wie­der­holt wer­den muss­te. Her­vor­zu­he­ben ist auch die Grup­pe von „Gitar­ris­ten”, die zusam­men mit Herrn Pickut wohl­klin­gen­de Töne aus ihren Gitar­ren zau­ber­ten und das, obwohl eini­ge der Betei­lig­ten erst ein paar Tage zuvor zum ers­ten Mal eine Gitar­re in den Hän­den gehal­ten hat­ten.
Kuli­na­risch wur­de die sehr gelun­ge­ne Prä­sen­ta­ti­on aller Pro­jekt­grup­pen durch Frau Schwarz­feld und ihre Grup­pe abge­run­det und sozu­sa­gen mit dem „Sah­ne­häub­chen” ver­se­hen: Neben einem selbst­er­stell­ten Rezept­büch­lein (Titel „Kalo­ri­en in ihrer schöns­ten Form”) begeis­ter­te die Grup­pe die Anwe­sen­den mit jeder Men­ge Spe­ze­rei­en aus eige­ner Pro­duk­ti­on. So wur­den ver­schie­de­ne Sup­pen, Lecke­rei­en wie Mar­zi­pan­kar­tof­feln und Rum­ku­geln, aber auch Weih­nacht­li­ches Gebäck wie etwa Eiweiß-, Zitro­nen- und But­ter­plätz­chen, Rosi­nen­stol­len, Hei­de­sand­ge­bäck, Scho­kos­ter­ne, Leb­ku­chen auf dem Blech und Schwarz-Weiß-Gebäck feil­ge­bo­ten.
Glück­lich, dass die Pro­jekt­ta­ge einen so wür­di­gen, fröh­li­chen und schö­nen Abschluss gefun­den hat­ten, grif­fen Schü­le­rin­nen und Schü­ler, Leh­re­rin­nen und Leh­rer kräf­tig zu und lies­sen sich es bei Speis und Trank rich­tig vor­weih­nacht­lich gut gehen.

Weihnachtsprojekt — Ein Hörspiel erstellen

Zusam­men mit etwa fünf­zehn Schü­le­rin­nen und Schü­lern aus der Erzie­her- und den Sozi­al­as­sis­ten­klas­sen des ers­ten Lehr­jah­res sowie zeit­wei­se mit Frau Boe­sa hat­te ich die Gele­gen­heit, inner­halb der Weih­nachts-Pro­jekt­ta­ge an einem Hör­spiel zu arbei­ten.
Ich den­ke, man darf behaup­ten, dass alle Betei­lig­ten an die­sem Pro­jekt sehr viel Spaß hat­ten und viel Neu­es erfah­ren konn­ten. Ob es nun dar­um ging, wie eine Hör­spiel­pro­duk­ti­on zu orga­ni­sie­ren und umzu­set­zen ist, wie schwie­rig es sich gestal­tet, pas­sen­de rech­te­freie Sound­ef­fek­te für ein Hör­spiel zusam­men­zu­su­chen, wel­che Her­aus­for­de­rung es dar­stellt, sei­ne Scheu und Scham zu über­win­den, sich vor ein Mikro­fon zu stel­len und Gefüh­le nicht nur zuzu­las­sen, son­dern sie beim Spre­chen von Rol­len eines Hör­spiels auch aus­zu­drü­cken — alle gemein­sam mach­ten wir uns als Team auf eine aben­teu­er­li­che Rei­se in die Welt des Hör­spiels.

Immer wie­der hör­te ich, wie gesagt wur­de „So schwie­rig hat­te ich mir das aber nicht vor­ge­stellt!”, „Ich hät­te nie gedacht, dass es so auf­wen­dig und kom­pli­ziert ist, ein eige­nes Hör­spiel zu gestal­ten.” oder „Das war wirk­lich ein Hau­fen Arbeit, der aber so viel Spass gemacht hat, dass ich bei­na­he die Zeit ver­ges­sen hät­te.”
Für mich über­ra­schend war die Tat­sa­che, dass Schü­ler Pau­sen ver­ges­sen oder ein­fach durch­ar­bei­ten, weil sie gera­de an einer kniff­li­gen Sachen sit­zen und ein­fach nicht unter­bro­chen wer­den wol­len. Dass vie­le Schü­ler über ein gro­ßes krea­ti­ves Poten­ti­al ver­fü­gen, ob es nun um’s Sin­gen, Kla­vier­spie­len, Foto­gra­fie­ren, Kom­po­nie­ren, For­mu­lie­ren oder Rei­men geht.
Mit Feu­er­ei­fer wur­de recher­chiert, auf­ge­nom­men, gespro­chen, geschnit­ten, gesucht, mon­tiert, kom­bi­niert und das Aller­schöns­te: es bil­de­te sich in kur­zer Zeit eine Grup­pe, in der mit­ein­an­der koope­riert wur­de, in der man sich gegen­sei­tig half, erwor­be­nes Wis­sen wei­ter­gab und Einer den Ande­ren unge­fragt und sogar gern unter­stütz­te.
Als wir heu­te zum Abschluss der Pro­jekt­ta­ge gemein­sam unser Hör­spiel anhör­ten, so konn­te sich aus­nahms­los jeder aus unse­rer Grup­pe in dem vor­lie­gen­den Ergeb­nis wie­der­fin­den — das fer­ti­ge  Hör­spiel ist wie ein Puz­zle, zu dem jeder Ein­zel­ne der Pro­jekt­grup­pe sei­nen eige­nen, wich­ti­gen und unver­zicht­ba­ren Bei­trag leis­te­te, ohne den am Ende das Hör­spiel über Zwerg Bert und sei­ne Freun­de nicht in die­ser Form ent­stan­den wäre.
Es wur­de sehr viel gelacht, spie­lend leicht gelernt aber auch hart gear­bei­tet in die­sen Tagen — das sind Ergeb­nis­se, die auch oder gera­de einen Leh­rer glück­lich machen. An die­ser Stel­le sei allen Schü­le­rin­nen und Schü­lern herz­lich für die­se schö­ne Erfah­rung gedankt.

S. West­phal

P.S. Jani­ne Kusche über­gab mir heu­te unauf­ge­for­dert die­sen klei­nen Pro­jekt­re­port, um des­sen Ver­öf­fent­li­chung sie mich bat — dem kom­me ich gern nach.

 Projektbericht_Hörspiel

Sozialassistenten nutzen die Erfahrungen ihrer Mitschüler

Am gest­ri­gen Tag konn­te ich — eher durch Zufall, denn ich ver­trat Frau Schrö­der in der Klas­se Sozi 12/2 — Zeu­ge eines sehr inten­si­ven Gedan­ken­aus­tauschs zwi­schen den Schü­lern der Sozi­al­as­sis­ten­ten­klas­sen Jahr­gang 12 und den Erzie­hern Jahr­gang 12 wer­den. Durch den Fach­be­reich Sozi­al­as­sis­ten­ten der Schu­le initi­iert, wur­de eine kom­plet­te Unter­richts­ein­heit für einen Erfah­rungs­aus­tausch zwi­schen den Schü­lern genutzt: Die Sozi­al­as­sis­ten­ten des ers­ten Lehr­jah­res ste­hen kurz vor dem Beginn ihres ers­ten Prak­ti­kums und haben dem­ge­mäß sehr vie­le Fra­gen zu dem, was sie im Rah­men ihrer ers­ten prak­ti­schen „Bewäh­rungs­pro­be” erwar­tet. Hier kön­nen die Erzie­he­rin­nen und Erzie­her her­vor­ra­gend mit Rat und Tat zur Sei­te ste­hen, denn die Schü­ler die­ses Bil­dungs­gan­ges konn­ten bereits reich­lich Erfah­run­gen in Prak­ti­ka sam­meln.
Um die­se Unter­richts­ein­heit vor­zu­be­rei­ten, schrie­ben die Sozi­al­as­sis­ten­ten des Jahr­gan­ges 12 im Vor­feld die Fra­gen auf, die sie im Zusam­men­hang mit dem Prak­ti­kum beweg­ten. „Wie lang  ist die täg­li­che Arbeits­zeit?”, „Was mache ich, wenn ich mit einem Kind nur schwer klar kom­me?”, „Wie oft wird mei­ne Arbeit im Rah­men des Prak­ti­kums bewer­tet?”, „Was mache ich, wenn die Kita nur 6 Stun­den Prak­ti­kum­s­tä­tig­keit pro Tag anbie­tet, ich aber lt. Prak­ti­kums­ver­trag län­ger arbei­ten muss?”, „An wen wen­de ich mich, wenn ich im Prak­ti­kums­be­trieb Pro­ble­me habe?” oder „Darf man auch als Prak­ti­kant an der Erar­bei­tung von Ent­wick­lungs­be­rich­ten der Kin­der mit­wir­ken?” — das waren nur eini­ge der Fra­gen, die die Sozi­al­as­sis­ten­ten an die Erzie­her rich­te­ten und die von die­sen aus­führ­lich und gedul­dig beant­wor­tet wur­den.
Eine gute Mög­lich­keit, wie ich fin­de, den Sozi­al­as­sis­ten­ten nicht nur ein Forum für ihre Fra­gen zu geben, son­dern die­se auch auf „Augen­hö­he” von Mit­schü­le­rin­nen und Mit­schü­lern beant­wor­ten zu las­sen, die aus eige­nen prak­ti­schen Erfah­run­gen schöp­fen und von ganz indi­vi­du­el­len Erleb­nis­sen und Erfah­run­gen im Prak­ti­kum berich­ten kön­nen.
Mir gefiel das sehr. So stel­le ich mir den Trans­fer von Wis­sen und Know­how zwi­schen den Schü­lern, auch unter­schied­li­cher Bil­dungs­gän­ge, vor. Eine wirk­lich gute und wich­ti­ge Unter­richts­ein­heit, in der Schü­ler an die Stel­le von Leh­rern tra­ten und die allen, so schien es mir, viel Freu­de mach­te und ihren Zweck nicht ver­fehl­te.

Der Web-M.

 

Projekt Bleisatz: Exkursion der GTA 11 mit Herrn Geyer

Dem Web-M. wur­de von Herrn Gey­er und der Klas­se GTA 11 fol­gen­der Arti­kel nebst Video und Fotos mit Bit­te um Ver­öf­fent­li­chung zuge­lei­tet:

Videovorstellung Berufliche Schule der FAW

Zum Betrach­ten des Vide­os bit­te auf das Bild kli­cken.

Exkur­si­on der GTA 11 mit dem Fach­leh­rer Chris­toph Gey­er am 27.09. und 30.09.2012

© Bild­quel­le: Wilhei/ PIXELIO (www.pixelio.de)

Gra­fi­sches Gestal­ten der Pra­xis ist eben doch etwas ande­res als vor dem Com­pu­ter zu sit­zen. Beson­ders wenn die Tech­nik sich seit der Zeit Guten­bergs nur wenig ver­än­dert hat. Es ging um Blei­satz, genau­er um den Hand­satz mit beweg­li­chen Let­tern.
Vor­aus­ge­gan­gen war eine theo­re­ti­sche Ein­wei­sung in die ein­zel­nen Arbeits­schrit­te des Hand­sat­zes. Jeder Schü­ler hat­te ein Ent­wurfs­blatt mit dem vor­ge­ge­be­nen Text, eine Tabel­le mit der Ein­tei­lung des Setz­kas­tens und eine Lis­te der ver­füg­ba­ren Schrift­ar­ten und -gra­de dabei. Die Benut­zung des Win­kel­ha­kens und des Satz­schif­fes sowie die Tat­sa­che, dass alle Buch­sta­ben nur spie­gel­ver­kehrt les­bar sind, war den Aus­zu­bil­den­den also bekannt. Auch Fach­be­grif­fe wie: Zei­len­ab­stand, Durch­schuss und Spa­tio­nie­rung sind in der heu­ti­gen DTP-Pra­xis alt­be­kann­te Fach­be­grif­fe. Doch statt einer com­pu­ter­ge­steu­er­ten Vor­ein­stel­lung war jetzt Geschick­lich­keit und Geduld gefragt. Die­se Eigen­schaf­ten sind prak­ti­scher­wei­se auch für die moder­ne Aus­bil­dung von zeit­lo­sem Wert.

Ers­ter Tag

© Bild­quel­le: fws/ PIXELIO (www.pixelio.de)

Ab 8:30 Uhr tru­del­ten die ers­ten ein. Kurz nach 9:00 Uhr begann der Tag mit einem fast ein­stün­di­gen Vor­trag von Juli­en­ne Jat­ti­ot, Meis­ter­schü­le­rin und Mit­ar­bei­te­rin an der Wei­ßen­se­er Kunst­hoch­schu­le. „Die moder­ne Tech­nik hat den Blei­satz zwar weit gehend ver­drängt, aber noch immer gibt es eini­ge Ver­la­ge, wel­che Bücher im tra­di­tio­nel­len Buch­druck her­stel­len. Buch­druck ist ein Hoch­druck­ver­fah­ren, wel­ches eine beson­de­re hap­ti­sche Qua­li­tät hat, die durch ande­re Druck­ver­fah­ren nicht ersetzt wer­den kann. Die Buch­sta­ben — Let­tern —  bestehen aus einer Legie­rung von Blei, Zinn und Anti­mon, das ist ein rela­tiv wei­ches Metall, es ist gif­tig, aber run­ter­fal­len dür­fen die Buch­sta­ben auch des­we­gen nicht, weil sie dann beschä­digt wer­den …”
Dann begann die prak­ti­sche Arbeit: Setz­kas­ten mit der rich­ti­gen Schrift aus dem Regal zie­hen, Zei­len­län­ge fest­le­gen, Buch­sta­ben und Leer­zei­chen im Win­kel­ha­ken zwi­schen dün­nen Blei­ste­gen zur Zei­le zusam­men­set­zen und mit Blind­ma­te­ri­al den Rest der Zei­le fül­len. War eine Zei­le fer­tig, muss­te sie vor­sich­tig vom Win­kel­ha­ken auf das Satz­schiff abge­legt wer­den. Zei­le für Zei­le wuchs der Text, bis der Vor­rat an ein­zel­nen Buch­sta­ben zu Ende ging.

© Bild­quel­le: Bernd Ehr­hardt, Werbegrafiker/ PIXELIO (www.pixelio.de)

Ein Aus­weg war, den Text nach­ein­an­der in zwei Tei­len zu dru­cken, eine ande­re, klei­ne­re Schrift­grö­ße zu ver­wen­den, oder den drit­ten Absatz des Tex­tes zu strei­chen. „Absatz” auch wie­der so ein Begriff aus der „Blei­zeit”. Am Nach­mit­tag des ers­ten Tages waren eini­ge Tex­te fer­tig für einen ers­ten Pro­be­ab­zug. Das gab auch Gele­gen­heit die Druck­far­be und ihre Wir­kung auf dem vor­be­rei­te­ten Büt­ten­pa­pier zu tes­ten. Nach dem Pro­be­druck zeig­ten sich die Buch­sta­ben end­lich wie­der sei­ten­rich­tig les­bar, Vor­aus­set­zung für die Kor­rek­tur. Mal muss­ten mit Hil­fe der Ahle ein­zel­ne Let­tern aus­ge­tauscht wer­den, oder ein Wort fehl­te oder das Zei­len­bild war zu ver­bes­sern. Mit beweg­li­chen Let­tern geht das. Beim moder­ne­ren maschi­nel­len Zei­len­guss (Lino­ty­pe) muss­ten dann bei einem Feh­ler gan­ze Zei­len aus­ge­tauscht wer­den. Trotz­dem stieg die Pro­duk­ti­vi­tät auf mehr als das 20-fache des Hand­sat­zes.

Zwei­ter Tag

Nur noch schnell die Rest­ar­bei­ten erle­di­gen und dann kön­nen wir end­lich dru­cken. Doch die Kor­rek­tur, das Ein­rich­ten, das rich­ti­ge Ein­le­gen der Bögen in die Abzug-Pres­se, das Nach­mi­schen der Druck­far­be und selbst das Rei­ni­gen der Druck­form dau­er­te län­ger als vor­her­ge­se­hen. Wäh­rend Ein­zel­ne noch an der Kor­rek­tur wer­kel­ten und sich das Tro­cken­ge­stell lang­sam mit fer­ti­gen Bögen füll­te, waren die Ers­ten bereits mit dem Able­gen des Sat­zes in die Setz­käs­ten beschäf­tigt. Buch­sta­ben, Satz­zei­chen, Spa­ti­en, Reglet­ten, Ste­ge und sons­ti­ges Blind­ma­te­ri­al wan­der­te nach und nach wie­der in die vor­ge­se­he­nen Regal­fä­cher.

© Bild­quel­le: Bir­git H./ PIXELIO (www.pixelio.de)

24 Stun­den braucht Druck­far­be; um zu trock­nen. Dafür hält sie dann auch län­ger als fünf­hun­dert Jah­re, gutes Papier vor­aus­ge­setzt. Aus Zell­stoff, Blei und Ruß ent­steht Geschich­te.

Emp­feh­lun­gen:

  1. Kunst unter Ver­wen­dung von Blei­satz zeigt Juli­en­ne Jat­ti­ot noch bis zum 9. Sep­tem­ber in der „Gale­rie im Tur­m2 Ber­lin. Aus­stel­lung Typo­sphä­re: http://www.kulturamt-friedrichshain-kreuzberg.de/galerie-im-turm/ausstellungen.php?DOC_INST=1
  2. Wei­ßen­see Kunst­hoch­schu­le Ber­lin

Büh­ring­stra­ße 20
13086 Ber­lin
Tele­fon:  +49 30 47705–0
Tele­fax: +49 30 47705–290
E-Mail: sekretariat.rektorin[at]kh-berlin.de
Inter­net: www.kh-berlin.de

P.S. Es gibt noch wei­te­re Fotos, die Ani­ka zur Ver­fü­gung gestellt hat. Hier sind die­se als Ergän­zung zur obi­gen Gale­rie zu sehen:

Abschlussprojekt der Sozialassistenten 10/2: Neugestaltung des Fitnessraumes

Dem Web-M. wur­de von Herrn Glä­se­mann fol­gen­der Arti­kel mit Bit­te um Ver­öf­fent­li­chung zuge­lei­tet:

Die Sozi­al­as­sis­ten­ten der Klas­se 10/2 began­nen eine Pro­jekt­ar­beit nach den Prü­fun­gen ab dem 29. Mai 2012. Dabei ging es um die Wand­ge­stal­tung des Kel­ler­rau­mes (Fit­ness­rau­mes) der Ver­wen­dung ent­spre­chend. Der Raum soll künf­tig den Berei­chen Bewe­gung und Ent­span­nung die­nen.
Die ein­zel­nen Arbeits­grup­pen erar­bei­te­ten Farb­ent­wür­fe für die Wand­ge­stal­tung im Ver­gleich. Der geeig­nets­te Ent­wurf wur­de dann von der Schü­ler­grup­pe über­tra­gen.
Die Her­ren befass­ten sich mit der Grun­die­rung der Wän­de und der Gesamt­farb­ge­stal­tung, die Damen brach­ten das Wand­bild an.
Das Ergeb­nis kann sich sehen las­sen. Es lohnt sich also auch mal der Gang in den Kel­ler. Hier hat sich die Klas­se 10/2 der Sozi­al­as­sis­ten­ten ein Denk­mal gesetzt.

Lernt unsere Vielfalt kennen! Jeder macht seins!

Dem Web-M. wur­de von Frau Dr. Möh­ring fol­gen­der Arti­kel mit Bit­te um Ver­öf­fent­li­chung über­ge­ben:

Unter der The­ma­tik:

Lernt unse­re Viel­falt ken­nen! Jeder macht seins!

wird durch die gestal­tungs­tech­ni­schen Assis­ten­ten der Klas­se GTA 10 das Abschluss-pro­jekt in Vor­be­rei­tung der Zeug­nis­über­ga­be und der Fei­er des 10. Geburts­ta­ges der Beruf­li­chen Schu­le der FAW gGmbH  auch nach der bestan­de­nen Prü­fung noch ide­en­reich umge­setzt. Ein­fäl­le gab es vie­le. Eine kon­se­quen­te Umset­zung auch im Team gelang nicht in jedem Fall. Soll­te es wirk­lich so sein, dass die soge­nann­ten jun­gen Krea­ti­ven zu oft noch Indi­vi­dua­lis­ten sind und sozia­le Kom­pe­tenz und Team­geist erst erwer­ben müs­sen?
Eine Grup­pe gab es, auf die man immer zäh­len konn­te: Ron Haru­pa (mal nicht Ladies first), Jen­ny Bart­hel, Nico­le Itt­ner, Ste­fa­nie Zopf und Jaque­line Zol­ler waren immer am Ball.
Die Ergeb­nis­se wer­den am 19. Juni 2012 auf der Gale­rie im Schul­haus zu sehen sein.
Dazu zäh­len:

  • die ver­form­te Lein­wand,
  • Eule­rei­en“,
  • sur­rea­lis­ti­sche Kunst,
  • Typo­gra­phie-Pla­ka­te,
  • Dis­ney­fi­gu­ren in der Schu­le oder
  • Graf­fi­ti auf einem Tisch­tuch

u.a.m.

Abschlussprojekt der GTA 2010 im Fach NonPrint: Erstellung einer Webseite

Im Fach Non­Print hat­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der GTA 2010 im Rah­men eines Unter­richts­pro­jekts die Auf­ga­be, eine Web­sei­te zu einem selbst­ge­wähl­ten The­ma zu gestal­ten.

Bei der Umset­zung die­ser Pro­jekt­auf­ga­be konn­te das Wis­sen, das in die­sem Schul­jahr in den Unter­richts­stun­den im Fach „Non­Print” bei mir erwor­ben wur­de, direkt für die Erstel­lung einer eige­nen Home­page ange­wandt wer­den.

Ich bin sicher, dass eini­ge der Schü­ler in Zukunft Web­sei­ten mit ganz ande­ren Augen sehen wer­den, da sie selbst erfah­ren konn­ten, wie schwie­rig und vor allen Din­gen (zeit-)aufwendig es ist, eine Web­sei­te zu kon­zi­pie­ren und den eige­nen Vor­stel­lun­gen gemäß zu gestal­ten.
Außer­dem wür­de ich mich natür­lich freu­en, wenn die eine oder ande­re Web­sei­te, deren Umset­zung im Rah­men des Abschluss­pro­jek­tes begon­nen wur­de, auch fer­tig­ge­stellt wür­de und eines Tages in den Wei­ten des Inter­nets zu fin­den wäre…

S. West­phal