Reportage: GTA 11 besucht die Druckerei Oehme

Unse­re GTA-Schü­le­rin Katha­ri­na Paul ver­fass­te einen Bericht über einen Besuch der Dru­cke­rei Oeh­me, hier in Fürs­ten­wal­de, die die GTA im Rah­men des Unter­richts besuch­te. Judith Eis­er­mann steu­er­te die Fotos bei.

Die Dru­cke­rei Oeh­me, das Medi­en Zen­trum in Fürs­ten­wal­de, ein Ort an dem alle mög­li­chen Druckerzeug­nis­se mit einer hoch­wer­ti­gen Qua­li­tät ent­ste­hen. Im Bereich des Off­set­drucks, Digi­tal­drucks, XXL-Digi­tal­drucks sowie bei der Ver­ar­bei­tung und Ver­ed­lung von Druckerzeug­nis­sen ist die Dru­cke­rei Oeh­me der opti­ma­le Ansprech­part­ner für ihre Pro­dukt- und Ide­en­um­set­zung.
Dies konn­ten wir, die GTA 11, mit Beglei­tung von Herrn Gey­er,  am Mon­tag den 15.April nach einem kur­zen Ein­blick in die Dru­cke­rei fest­stel­len. Mit einer per­sön­li­chen, kom­pe­ten­ten Füh­rung des Geschäfts­füh­rers Herrn Oeh­me durch die Dru­cke­rei beka­men wir eine direk­te Ein­sicht in den Work­flow des Betriebs, von der Vor­la­ge bis zum End­pro­dukt.
Nach einer net­ten Begrü­ßung von Herrn Oeh­me wur­den wir durch die ein­zel­nen Räu­me der Dru­cke­rei geführt.  Alle ein­zel­nen Sta­tio­nen, die das Pro­dukt durch­lau­fen muss, haben wir zu sehen und erklärt bekom­men. Um den Work­flow in der Dru­cke­rei ver­fol­gen zu kön­nen, wird eine Auf­trags­ta­sche ange­fer­tigt. In die­ser ste­hen alle Fest­le­gun­gen die von dem Kun­den und der Mit­ar­bei­ter bestimmt wur­den.
Unse­re ers­te Sta­ti­on war die Druck­vor­stu­fe. Hier erfuh­ren wir alles über den digi­ta­len Work­flow. In dem nächs­ten Raum befand sich ein Alu­mi­ni­um­plat­ten­be­lich­ter. Die­ser stellt die Druck­form der ein­zel­nen CMYK Far­ben für die Druck­wal­zen her.
Für mich klär­te sich hier, durch Herrn Oeh­mes aus­führ­li­che Erläu­te­rung, war­um ein Druck­ras­ter von beson­de­rer Rele­vanz ist. Die­ses The­ma war in der Theo­rie für mich nur schwer zu ver­ste­hen, durch die prak­ti­sche Anwen­dung aber ein­deu­tig ver­ständ­lich.

Wir betra­ten den nächs­ten gro­ßen Raum. Hier stan­den vie­le Rega­le mit Mate­ria­li­en wie Papier und Toner. Die für den Digi­tal­druck benö­tig­ten Digi­tal­la­ser­druck­ma­schi­nen fas­zi­nier­ten mich durch ihre Pro­duk­ti­vi­tät. Herr Oeh­me beton­te, dass die­se Maschi­ne von 60g- 350g/m2 3000 Exem­pla­re in der Stun­de dru­cken kann und dies beid­sei­tig. Neben die­ser Maschi­ne lief gera­de eine Off­set­druck­ma­schi­ne. Das zu bedru­cken­de Papier durch­läuft in der Maschi­ne ver­schie­de­ne Sta­tio­nen: Zuerst wer­den die Bögen Mil­li­me­ter genau aus­ge­rich­tet, dann lau­fen sie durch 5 Farb­wer­ke. Jedes Farb­werk ist für eine Far­be zustän­dig: Cyan, Magen­ta, Yel­low und Schwarz. Das letz­te Farb­werk ist für die Son­der­far­be zustän­dig. Die letz­te Sta­ti­on der Maschi­ne ist ein Aus­le­ge­werk in dem die Druckerzeug­nis­se gesam­melt wer­den. Die­se Maschi­ne begeis­ter­te uns auch durch ihre Effi­zi­enz, denn sie fer­tigt 12000–15000 Stück pro Stun­de. Die­se Effi­zi­ent zeigt sich auch in den Papier­ver­brauchs­zah­len der Dru­cke­rei. Im Jahr wer­den über 160 Ton­nen Papier ver­braucht.
Die Wei­ter­ver­ar­bei­tung, z.B. das Schnei­den, Fal­zen und Hef­ten wird auch maschi­nell gefer­tigt, aber an fast jeder Maschi­ne fin­den wir einen kom­pe­ten­ten Mit­ar­bei­ter, der die­se Vor­gän­ge kon­trol­liert. Alle Mit­ar­bei­ter begeis­ter­ten mich durch ihre Freund­lich­keit und Bereit­schaft Fra­gen zu beant­wor­ten.
Die letz­te Sta­ti­on führ­te uns in einen Raum in dem ein Ink­jet-Digi­tal­dru­cker stand. Die­ser bedruckt alle mög­li­chen Mate­ria­li­en, wie z.B. Foli­en, Kle­be­fo­li­en und Fah­nen.
Das war die letz­te Sta­ti­on unse­rer Füh­rung in der Dru­cke­rei Oeh­me.

Beson­ders bein­druckt war ich von der Aus­führ­lich­keit der Erklä­rung von ein­zel­nen Sta­tio­nen. Durch die Ordent­lich­keit im gesam­ten Betrieb wer­de ich die­se Dru­cke­rei posi­tiv in Erin­ne­rung behal­ten.

Katha­ri­na Paul, 16.April 2013

Kulturtag eines Lehrers

Früh­ling lässt sein blau­es Band wie­der flat­tern durch die Lüf­te …”; die­se Zei­len von Edu­ard Möri­ke beflü­gel­ten mich, auf dem ers­ten Son­nen­strahl des Früh­lings am ver­gan­ge­nen Sams­tag im Bran­den­bur­ger Land nach Nor­den auf den Spu­ren Theo­dor Fon­ta­nes zu wan­deln (klingt poe­tisch, war aber so).
In sei­nen „Wan­de­run­gen durch die Mark Bran­den­burg” beschreibt er unter ande­ren das Klos­ter Cho­rin in so male­ri­schen Bil­dern, dass die Fahrt in die Schorf­hei­de zum Muss wur­de. Es war noch kalt, den­noch  ergos­sen sich aus Rei­se­bus­sen die ers­ten Tou­ris­ten. Die weit­läu­fi­gen Wan­der­we­ge rund um das Klos­ter ver­streu­ten aller­dings die Schau­lus­ti­gen so, dass man das Erwa­chen der Natur in aller Stil­le ent­de­cken konn­te.
Und zu ent­de­cken gab es die ers­ten gel­ben Fle­cken im immer noch lie­gen geblie­be­nen Schnee. Das gro­ße Raten um die ers­ten gel­ben Früh­jahrs­bo­ten führ­te von Sumpf­dot­ter­blu­men über Leber­blüm­chen bis zu Kro­kus­sen. Dass es sich um „Win­ter­lin­ge” han­del­te, hat mir erst Goog­le ver­ra­ten.
Die Gewäs­ser waren bis zur Hälf­te zuge­fro­ren, in der Son­ne erschien das Klos­ter eher roman­tisch als majes­tä­tisch. Im Klos­ter­shop konn­te ich wie­der nicht an den fabel­haf­ten Kin­der­bü­chern vor­bei. Und als hät­te ich es geahnt, begeg­ne­te mir „der Oster­spa­zier­gang” — den man heu­te so sehr nach­emp­fin­den konn­te — von Goe­the als Kin­der­buch mit wun­der­ba­ren Illus­tra­tio­nen von Klaus Ensi­kat.

Die Abend­ver­an­stal­tung setz­te dem schö­nen Erleb­nis­tag die Kro­ne auf.  Mit viel Ein­füh­lungs­ver­mö­gen — aber auch dem nöti­gem Humor — ver­ton­te die jun­ge Band  „LU:V” die fast ver­ges­se­nen Ani­ma­ti­ons­fil­me aus DDR-Zei­ten auf eige­ne musi­ka­li­sche Art und Wei­se. Die Fil­me selbst waren mit ein­fachs­ten Mit­teln sehr fan­ta­sie­voll umge­setzt.

Alles in allem auch als Tag für Erzie­her, Sozi­al­as­sis­ten­ten und Gestal­tungs­tech­ni­sche Assis­ten­ten zum Ent­span­nen geeig­net. Jetzt kann der Früh­ling kom­men.

Sieg­fried Glä­se­mann

Abschluss und Präsentation der Weihnachtsprojekte am 20. Dezember 2012

Den Abschluss des Weih­nachts­pro­jek­tes an der Beruf­li­chen Schu­le, in des­sen Ver­lauf ver­schie­de­ne Schü­ler­grup­pen an den unter­schied­lichs­ten Pro­jek­ten arbei­te­ten, stell­te die für den 20. Dezem­ber geplan­te Prä­sen­ta­ti­on der Ergeb­nis­se im weih­nacht­lich gestal­te­ten Foy­er dar. Von neun Uhr an lief ein bun­tes und abwechs­lungs­rei­ches Pro­gramm der Pro­jekt­grup­pen, das von Herrn Pickut mit sei­ner gro­ßen Thea­ter-Grup­pe eröff­net wur­de, die sich auf eine Rei­se rund um die Welt in Sachen Weih­nachts­tra­di­tio­nen in ver­schie­de­nen Län­dern mach­te.
Es schloss sich Herrn West­phals Pro­jekt­grup­pe an, die Zwerg Bert ein Hör­spiel mit dem Titel „Ich will gewin­nen” wid­me­te und die­ses selbst­pro­du­zier­te Werk nebst einer klei­nen Foto­prä­sen­ta­ti­on von der Pro­duk­ti­on vor­spiel­te (einen aus­führ­li­che­ren Bei­trag zur Erstel­lung des Hör­spiels fin­det man hier).
Eine wei­te­re Pro­jekt­grup­pe unter Lei­tung von Frau Dr. Möh­ring hat­te eben­falls ein Hör­spiel mit selbst­kom­po­nier­ter und -per­form­ter Titel­me­lo­die pro­du­ziert, in des­sen Mit­tel­punkt Zwerg Bert und das Ver­schwin­den eines klei­nen Hun­des stand. Die Grup­pe stell­te dem Audi­to­ri­um ihr Hör­spiel, unter­malt von einer per Bea­mer pro­ji­zier­ten Prä­sen­ta­ti­on mit selbst­er­stell­ten Moti­ven zur Geschich­te vor.
Die von Herrn Glä­se­mann gelei­te­te Pro­jekt­grup­pe bau­te im Ver­lauf der Pro­jekt­ta­ge nicht nur ein beson­ders schö­nes Stab­pup­pen­thea­ter, son­dern auch die zuge­hö­ri­gen Stab­pup­pen, die, wie die Betei­lig­ten vor Ihrer Vor­stel­lung beton­ten, kei­ne rea­len Vor­bil­der hät­ten, weder in der Beruf­li­chen Schu­le und noch viel weni­ger in der Leh­rer­schaft  :lol:. Das Publi­kum hat­ten eben­so wie die drei Pup­pen­spie­ler jede Men­ge Spaß an die­ser „etwas ande­ren Weih­nachts­ge­schich­te” und es ist nicht über­trie­ben, wenn hier von zahl­rei­chen Lach­trä­nen die Rede ist.
Anschlie­ßend prä­sen­tier­te Herr Gey­er als Lei­ter der Grup­pen „Schreib­werk­statt” und „Hör­spiel-Cover-Gestal­tung” per Bea­mer die Ergeb­nis­se der Schü­le­rin­nen und Schü­ler, die sich in die­ser Pro­jekt­grup­pe enga­giert betei­ligt hat­ten.
Es schloss sich — sozu­sa­gen als letz­ter Act im Foy­er — die Pro­jekt­grup­pe Musik unter Lei­tung von Frau Mehr­tens an, die eini­ge Weih­nachts­lie­der, mutig unter­stützt vom vie­len Zuschau­ern, per­form­te. Zu weih­nacht­li­cher Musik wur­de anschlie­ßend im Rah­men einer selbst ent­wi­ckel­ten Cho­reo­gra­fie getanzt, was beim Publi­kum so gut ankam, dass ein Teil davon noch ein­mal wie­der­holt wer­den muss­te. Her­vor­zu­he­ben ist auch die Grup­pe von „Gitar­ris­ten”, die zusam­men mit Herrn Pickut wohl­klin­gen­de Töne aus ihren Gitar­ren zau­ber­ten und das, obwohl eini­ge der Betei­lig­ten erst ein paar Tage zuvor zum ers­ten Mal eine Gitar­re in den Hän­den gehal­ten hat­ten.
Kuli­na­risch wur­de die sehr gelun­ge­ne Prä­sen­ta­ti­on aller Pro­jekt­grup­pen durch Frau Schwarz­feld und ihre Grup­pe abge­run­det und sozu­sa­gen mit dem „Sah­ne­häub­chen” ver­se­hen: Neben einem selbst­er­stell­ten Rezept­büch­lein (Titel „Kalo­ri­en in ihrer schöns­ten Form”) begeis­ter­te die Grup­pe die Anwe­sen­den mit jeder Men­ge Spe­ze­rei­en aus eige­ner Pro­duk­ti­on. So wur­den ver­schie­de­ne Sup­pen, Lecke­rei­en wie Mar­zi­pan­kar­tof­feln und Rum­ku­geln, aber auch Weih­nacht­li­ches Gebäck wie etwa Eiweiß-, Zitro­nen- und But­ter­plätz­chen, Rosi­nen­stol­len, Hei­de­sand­ge­bäck, Scho­kos­ter­ne, Leb­ku­chen auf dem Blech und Schwarz-Weiß-Gebäck feil­ge­bo­ten.
Glück­lich, dass die Pro­jekt­ta­ge einen so wür­di­gen, fröh­li­chen und schö­nen Abschluss gefun­den hat­ten, grif­fen Schü­le­rin­nen und Schü­ler, Leh­re­rin­nen und Leh­rer kräf­tig zu und lies­sen sich es bei Speis und Trank rich­tig vor­weih­nacht­lich gut gehen.

Neues aus der alten Gutenberg-Welt…

Herr Gey­er über­gab dem Web-M. fol­gen­den Arti­kel bzw. Fotos mit Bit­te um Ver­öf­fent­li­chung:

Am letz­ten Mitt­woch, 12.12., fuh­ren drei muti­ge Män­ner mit dem FAW-Trans­por­ter gen Wes­ten um im fer­nen Ber­lin einen Schatz zu heben. Das ist kein Mär­chen, son­dern Fol­ge eines groß­zü­gi­gen Geschen­kes von Herrn und Frau Köh­rich — von der Osten, Besit­zer einer klei­nen und fei­nen Druck­werk­statt in Ber­lin-Schö­ne­berg. „Wir stan­den vor der Wahl alles dem Schrott­händ­ler zu über­las­sen, oder das brauch­ba­re Inven­tar für eine einer sinn­vol­le Nut­zung zu spen­den”. Jan Höwer, Sieg­fried Glä­se­mann und Chris­toph Gey­er fan­den mit Hil­fe eines 6 Jah­re alten Navis das Ziel und direkt vor der Haus­tür einen lega­len Park­platz. Auch das ist kein Mär­chen. Immer­hin muss­ten ein Stau auf der Stadt­au­to­bahn, ein nor­ma­les Ver­kehrs­cha­os in Kreuz­berg und Schnee­matsch-Hin­der­nis­se über­wun­den wer­den.
Im Erd­ge­schoss den schö­nen Ber­li­ner Bür­ger­hau­ses befand sich noch vor etwa 8 Jah­ren ein Teil der Dru­cke­rei. Seit der Betrieb aus gesund­heit­li­chen Grün­den schlie­ßen muss­te, leg­te sich der Staub auf die auf­ge­ge­be­ne Arbeits­stät­te.
Nach etwa zwei Stun­den hat­ten wir ein gro­ßes Setz­kas­ten­re­gal, etwa 30 Satz­schif­fe mit abge­leg­tem Schrift­satz und losem Mate­ri­al, Werk­zeug, Kli­schees und Far­ben im Trans­por­ter ver­staut — davon etwa 100 Kilo­gramm Schrift­blei. Nach einer gemüt­li­chen Kaf­fee-Pau­se bei Köh­rich — von der Osten´s, stie­gen wir noch ein­mal unters Dach, wo der grö­ße­re Teil des Schat­zes auf die Ber­gung war­tet. Von der anschlie­ßen­den Plau­de­rei über Fach­li­ches und Geschicht­li­ches konn­ten wir uns nur schwer los­rei­ßen, um den Rück­trans­port mit der wert­vol­len Fracht anzu­tre­ten.
Das Aus­la­den ging schnell von der Hand und schon am nächs­ten Tag, konn­ten zwei Schü­le­rin­nen der GTA 11 damit begin­nen einen ers­ten Abla­ge-Ver­such der ver­streu­ten Let­tern zu star­ten. Müh­sam ist das Geschäft, aber man sieht, was man schafft. Johan­nes Gens­fleisch, genannt Guten­berg wür­de sich freu­en.

P.S.: Auch Herr West­phal stand zur Wahl, die aben­teu­er­li­che Expe­di­ti­on in die Guten­berg-Welt zu beglei­ten, aber jemand muss­te die anste­hen­den vier Ver­tre­tungs­stun­den bei den Erzie­hern 12 bestrei­ten. So blieb er in der Schu­le, um hier sei­nen Mann zu ste­hen und sei­nen Anteil zu leis­ten, dass die­ser „Schatz” geho­ben wer­den konn­te.

 

Exkursion der GTA11 ins Guggenheim Museum Berlin

Den Unter­richt im Fach Kunst­ge­schich­te nutz­te die Klas­se GTA11 am Mon­tag die­ser Woche zu einer Exkur­si­on ins Gug­gen­heim-Muse­um, das sich in Ber­lin auf der Stra­ße Unter den Lin­den, direkt gegen­über der Staats­bi­blio­thek in einem wun­der­schö­nen alten Bank­ge­bäu­de befin­det.
Zur Zeit zeigt das Gug­gen­heim eine Aus­stel­lung unter dem Titel „Visi­ons of Moder­ni­ty”, in der Meis­ter­wer­ke des Impres­sio­nis­mus und der Klas­si­schen Moder­ne zu sehen sind. Stell­ver­trend für die die aus­ge­stell­ten Künst­ler sei­en hier nur Paul Cézan­ne, Robert Delau­nay, Was­si­ly Kan­din­sky und Pablo Picas­so genannt.
Herr Gey­er hat­te für alle Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Klas­se eine Auf­ga­be vor­be­rei­tet, die zu erfül­len war. U.a. soll­ten zwei selbst­ge­wähl­te Expo­na­te der Austel­lung genau­er unter die Lupe genom­men wer­den. Dazu waren Skiz­zen und Beschrei­bun­gen der Expo­n­an­te anzu­fer­ti­gen sowie Hin­ter­grün­de zur Ent­ste­hung der Wer­ke und der jewei­li­gen Künst­ler in der Nach­schau zu recher­chie­ren. Wie man auf vie­len der Fotos sehen kann, gin­gen unse­re Gestal­ter mit gro­ßem Inter­es­se und Freu­de an die Erfül­lung ihrer Auf­ga­be.
Und auch Herr West­phal hat­te als Beglei­ter viel Freu­de dar­an, die GTA bei Ihrer Exkur­si­on pri­vat zu beglei­ten, denn Mathe­ma­tik- und Daten­ver­ar­bei­tungs-Leh­rer inter­es­sie­ren sich für weit mehr als nur für ihre Unter­richts­fä­cher…

P.S. Klei­ner Spar­tipp für Inter­es­sier­te: der Mon­tag steht beim Gug­gen­heim-Muse­um unter dem Mot­to „I like Mon­days”. Für den Besu­cher heißt das: der Ein­tritt ist an die­sem Tag frei.

Der Web-M.

Projekt Bleisatz: Exkursion der GTA 11 mit Herrn Geyer

Dem Web-M. wur­de von Herrn Gey­er und der Klas­se GTA 11 fol­gen­der Arti­kel nebst Video und Fotos mit Bit­te um Ver­öf­fent­li­chung zuge­lei­tet:

Videovorstellung Berufliche Schule der FAW

Zum Betrach­ten des Vide­os bit­te auf das Bild kli­cken.

Exkur­si­on der GTA 11 mit dem Fach­leh­rer Chris­toph Gey­er am 27.09. und 30.09.2012

© Bild­quel­le: Wilhei/ PIXELIO (www.pixelio.de)

Gra­fi­sches Gestal­ten der Pra­xis ist eben doch etwas ande­res als vor dem Com­pu­ter zu sit­zen. Beson­ders wenn die Tech­nik sich seit der Zeit Guten­bergs nur wenig ver­än­dert hat. Es ging um Blei­satz, genau­er um den Hand­satz mit beweg­li­chen Let­tern.
Vor­aus­ge­gan­gen war eine theo­re­ti­sche Ein­wei­sung in die ein­zel­nen Arbeits­schrit­te des Hand­sat­zes. Jeder Schü­ler hat­te ein Ent­wurfs­blatt mit dem vor­ge­ge­be­nen Text, eine Tabel­le mit der Ein­tei­lung des Setz­kas­tens und eine Lis­te der ver­füg­ba­ren Schrift­ar­ten und -gra­de dabei. Die Benut­zung des Win­kel­ha­kens und des Satz­schif­fes sowie die Tat­sa­che, dass alle Buch­sta­ben nur spie­gel­ver­kehrt les­bar sind, war den Aus­zu­bil­den­den also bekannt. Auch Fach­be­grif­fe wie: Zei­len­ab­stand, Durch­schuss und Spa­tio­nie­rung sind in der heu­ti­gen DTP-Pra­xis alt­be­kann­te Fach­be­grif­fe. Doch statt einer com­pu­ter­ge­steu­er­ten Vor­ein­stel­lung war jetzt Geschick­lich­keit und Geduld gefragt. Die­se Eigen­schaf­ten sind prak­ti­scher­wei­se auch für die moder­ne Aus­bil­dung von zeit­lo­sem Wert.

Ers­ter Tag

© Bild­quel­le: fws/ PIXELIO (www.pixelio.de)

Ab 8:30 Uhr tru­del­ten die ers­ten ein. Kurz nach 9:00 Uhr begann der Tag mit einem fast ein­stün­di­gen Vor­trag von Juli­en­ne Jat­ti­ot, Meis­ter­schü­le­rin und Mit­ar­bei­te­rin an der Wei­ßen­se­er Kunst­hoch­schu­le. „Die moder­ne Tech­nik hat den Blei­satz zwar weit gehend ver­drängt, aber noch immer gibt es eini­ge Ver­la­ge, wel­che Bücher im tra­di­tio­nel­len Buch­druck her­stel­len. Buch­druck ist ein Hoch­druck­ver­fah­ren, wel­ches eine beson­de­re hap­ti­sche Qua­li­tät hat, die durch ande­re Druck­ver­fah­ren nicht ersetzt wer­den kann. Die Buch­sta­ben — Let­tern —  bestehen aus einer Legie­rung von Blei, Zinn und Anti­mon, das ist ein rela­tiv wei­ches Metall, es ist gif­tig, aber run­ter­fal­len dür­fen die Buch­sta­ben auch des­we­gen nicht, weil sie dann beschä­digt wer­den …”
Dann begann die prak­ti­sche Arbeit: Setz­kas­ten mit der rich­ti­gen Schrift aus dem Regal zie­hen, Zei­len­län­ge fest­le­gen, Buch­sta­ben und Leer­zei­chen im Win­kel­ha­ken zwi­schen dün­nen Blei­ste­gen zur Zei­le zusam­men­set­zen und mit Blind­ma­te­ri­al den Rest der Zei­le fül­len. War eine Zei­le fer­tig, muss­te sie vor­sich­tig vom Win­kel­ha­ken auf das Satz­schiff abge­legt wer­den. Zei­le für Zei­le wuchs der Text, bis der Vor­rat an ein­zel­nen Buch­sta­ben zu Ende ging.

© Bild­quel­le: Bernd Ehr­hardt, Werbegrafiker/ PIXELIO (www.pixelio.de)

Ein Aus­weg war, den Text nach­ein­an­der in zwei Tei­len zu dru­cken, eine ande­re, klei­ne­re Schrift­grö­ße zu ver­wen­den, oder den drit­ten Absatz des Tex­tes zu strei­chen. „Absatz” auch wie­der so ein Begriff aus der „Blei­zeit”. Am Nach­mit­tag des ers­ten Tages waren eini­ge Tex­te fer­tig für einen ers­ten Pro­be­ab­zug. Das gab auch Gele­gen­heit die Druck­far­be und ihre Wir­kung auf dem vor­be­rei­te­ten Büt­ten­pa­pier zu tes­ten. Nach dem Pro­be­druck zeig­ten sich die Buch­sta­ben end­lich wie­der sei­ten­rich­tig les­bar, Vor­aus­set­zung für die Kor­rek­tur. Mal muss­ten mit Hil­fe der Ahle ein­zel­ne Let­tern aus­ge­tauscht wer­den, oder ein Wort fehl­te oder das Zei­len­bild war zu ver­bes­sern. Mit beweg­li­chen Let­tern geht das. Beim moder­ne­ren maschi­nel­len Zei­len­guss (Lino­ty­pe) muss­ten dann bei einem Feh­ler gan­ze Zei­len aus­ge­tauscht wer­den. Trotz­dem stieg die Pro­duk­ti­vi­tät auf mehr als das 20-fache des Hand­sat­zes.

Zwei­ter Tag

Nur noch schnell die Rest­ar­bei­ten erle­di­gen und dann kön­nen wir end­lich dru­cken. Doch die Kor­rek­tur, das Ein­rich­ten, das rich­ti­ge Ein­le­gen der Bögen in die Abzug-Pres­se, das Nach­mi­schen der Druck­far­be und selbst das Rei­ni­gen der Druck­form dau­er­te län­ger als vor­her­ge­se­hen. Wäh­rend Ein­zel­ne noch an der Kor­rek­tur wer­kel­ten und sich das Tro­cken­ge­stell lang­sam mit fer­ti­gen Bögen füll­te, waren die Ers­ten bereits mit dem Able­gen des Sat­zes in die Setz­käs­ten beschäf­tigt. Buch­sta­ben, Satz­zei­chen, Spa­ti­en, Reglet­ten, Ste­ge und sons­ti­ges Blind­ma­te­ri­al wan­der­te nach und nach wie­der in die vor­ge­se­he­nen Regal­fä­cher.

© Bild­quel­le: Bir­git H./ PIXELIO (www.pixelio.de)

24 Stun­den braucht Druck­far­be; um zu trock­nen. Dafür hält sie dann auch län­ger als fünf­hun­dert Jah­re, gutes Papier vor­aus­ge­setzt. Aus Zell­stoff, Blei und Ruß ent­steht Geschich­te.

Emp­feh­lun­gen:

  1. Kunst unter Ver­wen­dung von Blei­satz zeigt Juli­en­ne Jat­ti­ot noch bis zum 9. Sep­tem­ber in der „Gale­rie im Tur­m2 Ber­lin. Aus­stel­lung Typo­sphä­re: http://www.kulturamt-friedrichshain-kreuzberg.de/galerie-im-turm/ausstellungen.php?DOC_INST=1
  2. Wei­ßen­see Kunst­hoch­schu­le Ber­lin

Büh­ring­stra­ße 20
13086 Ber­lin
Tele­fon:  +49 30 47705–0
Tele­fax: +49 30 47705–290
E-Mail: sekretariat.rektorin[at]kh-berlin.de
Inter­net: www.kh-berlin.de

P.S. Es gibt noch wei­te­re Fotos, die Ani­ka zur Ver­fü­gung gestellt hat. Hier sind die­se als Ergän­zung zur obi­gen Gale­rie zu sehen:

Abschlussprojekt der GTA 2010 im Fach NonPrint: Erstellung einer Webseite

Im Fach Non­Print hat­ten die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der GTA 2010 im Rah­men eines Unter­richts­pro­jekts die Auf­ga­be, eine Web­sei­te zu einem selbst­ge­wähl­ten The­ma zu gestal­ten.

Bei der Umset­zung die­ser Pro­jekt­auf­ga­be konn­te das Wis­sen, das in die­sem Schul­jahr in den Unter­richts­stun­den im Fach „Non­Print” bei mir erwor­ben wur­de, direkt für die Erstel­lung einer eige­nen Home­page ange­wandt wer­den.

Ich bin sicher, dass eini­ge der Schü­ler in Zukunft Web­sei­ten mit ganz ande­ren Augen sehen wer­den, da sie selbst erfah­ren konn­ten, wie schwie­rig und vor allen Din­gen (zeit-)aufwendig es ist, eine Web­sei­te zu kon­zi­pie­ren und den eige­nen Vor­stel­lun­gen gemäß zu gestal­ten.
Außer­dem wür­de ich mich natür­lich freu­en, wenn die eine oder ande­re Web­sei­te, deren Umset­zung im Rah­men des Abschluss­pro­jek­tes begon­nen wur­de, auch fer­tig­ge­stellt wür­de und eines Tages in den Wei­ten des Inter­nets zu fin­den wäre…

S. West­phal

 

ACHTUNG: Veränderte Anfangszeiten der Mündlichen Prüfungen Berufsfachschule

Die Anfangs­zei­ten eini­ger münd­li­cher Prü­fun­gen der Berufs­fach­schu­le haben sich gering­fü­gig ver­än­dert. Alle GTA soll­ten daher noch ein­mal einen Blick in den aktua­li­sier­ten Zeit­plan der Prü­fun­gen wer­fen. Dazu bit­te hier kli­cken.

Die Entstehung eines Kinderbuches in der Beruflichen Schule

Frau Dr. Möh­ring über­gab dem Web-M. heu­te fol­gen­den Arti­kel zur Ver­öf­fent­li­chung:

Am Anfang stand wohl die Unter­richts­vor­be­rei­tung für eine Unter­richts­ein­heit im Lern­feld 2. Die Leh­re­rin hat­te fol­gen­de Bot­schaft an uns ver­mit­telt: Zum Spre­chen gehört auch das Den­ken. Jeder soll­te, bevor er den Mund auf­tut, über­le­gen, was er sagen, vor­schla­gen, ant­wor­ten oder erzäh­len möch­te. So viel Zeit muss sein!
Natür­lich muss das auch trai­niert wer­den. Ein Spiel dazu ist das Geschich­ten-Erfin­den.
Der Spiel­lei­ter beginnt die Geschich­te mit einem Satz. Dann setzt der Nach­bar sie fort. Der Geschich­ten­ver­lauf wird durch die Schü­ler über eine Fol­ge der ver­schie­de­nen Sät­ze bestimmt. Dabei müs­sen sie sich nicht nur mer­ken, was die Vor­gän­ger erzäh­len, son­dern auch, wie die Geschich­te wei­ter­geht. Am Ende der Run­de soll­te jeder Schü­ler die Geschich­te in Kurz­form wie­der­ge­ben kön­nen, sowohl schrift­lich als auch ver­bal.
Der ers­te vor­ge­ge­be­ne Satz unse­rer Ket­ten­ge­schich­te lau­te­te:

Im Wald zwi­schen Fürs­ten­wal­de und Han­gels­berg lebt ein Zwerg.

Ich weiß heu­te nicht mehr, wer als näch­ten Satz sag­te: „Der heißt Bert!“ Aber auf die­se Art wur­de der Held eines Kin­der­buchs gebo­ren.
Natür­lich war das ers­te Ergeb­nis des Erzähl­pro­zes­ses kuri­os, teil­wei­se lus­tig aber auch oft ver­wir­rend. Wir hat­ten vor­her kei­ne Ziel­grup­pe der Zuhö­rer fest­ge­legt. Und dann kam es dick. Frau Möh­ring mach­te Zwerg Bert zur Haupt­fi­gur für das Erfin­den von Kurz­ge­schich­ten für Kin­der im Kin­der­gar­ten­al­ter. Und die Klas­se Sozi 11/2 muss­te die­se Geschich­ten erfin­den und nie­der­schrei­ben. Dann durf­ten die Schü­ler in ihr ers­tes Prak­ti­kum – vor­wie­gend in Kin­der­gär­ten. Die Leh­re­rin hat die Ide­en bewer­tet. Dass Recht­schrei­bung, Aus­druck und Gram­ma­tik wei­ter trai­niert wer­den müs­sen, war klar! Aber die Figur des Bert, die von Jen­ni­fer Rei­mann und Fami­lie ent­wor­fen wur­de, fan­den alle gut.
Und dann gelang­ten die Geschich­ten — wie auch immer — zu unse­ren Mit­schü­lern der GTA 11. Ob die begeis­tert waren, als gesagt wur­de: “Ihr wollt Gestal­ter wer­den? Hier habt ihr Mate­ri­al, macht was draus!“ ist zu bezwei­feln. Aber Sie haben geschuf­tet, ent­wor­fen, umge­ar­bei­tet, nach Kri­tik von Herrn Men­zel noch mal fast von vor­ne ange­fan­gen. Ehr­geiz, Fleiß und Krea­ti­vi­tät dabei muss man vor allem Chris­toph Rie­ger, Anni­ka Wolff, Lisa Enge und Janin Schrei­ber — eigent­lich dem gan­zen Team – beschei­ni­gen.
Und nach dem Prak­ti­kum war es da – das ers­te Kin­der­buch, wel­ches in Koope­ra­ti­on von Sozis und Gestal­tern im Mai 2012 über die Schü­ler­fir­ma der FAW, die GKS Tra­ding SAG als Ver­le­ger her­aus­ge­ge­ben wur­de. Wir sind stolz drauf!

Mündliche Prüfungen Berufsfachschule, Sozialassistenten und FOS

Im Bereich „Inter­nes” sind ab sofort die Ter­min­plä­ne für die münd­li­chen Prü­fun­gen der Berufs­fach­schu­le, Sozi­al­as­sis­ten­ten und der FOS Gestal­tung und Wirtschaft/ Ver­wal­tung zu fin­den.