Neuigkeiten

Die Motivation, das Gitarrespielen zu erlernen war anfangs sehr hoch gewesen. Sie flaute jedoch etwas ab, da wir merkten, dass dies gar nicht so einfach ist, wie wir uns das vorstellten.
Nachdem Gitarrespielen alle unsere Gitarren gestimmt hat und wir uns etwas theoretisches Wissen angeeignet haben, lernten wir einige gängige Akkorde kennen, um Kinderlieder begleiten zu können.
Manche Teilnehmer sind durch die Projekttage auf den Geschmack gekommen und möchten das Gitarrespielen weiter erlernen und vertiefen.
Andere wiederum haben für sich entschieden, sich nicht weiter mit diesem Instrument auseinanderzusetzen, da die Finger schnell anfingen zu schmerzen und der Wechsel zwischen den einzelnen Griffen einiges Geschick erfordert.
Dennoch war es im Großen und Ganzen sehr lustig gewesen.

Patrick Krumm

Allgemein

Eine interessierte Gruppe von Schülern traf sich drei Tage hintereinander, um die Geheimnisse des Biografischen Theaters zu ergründen.
Das Biographische Theater schöpft aus der Lebens- und Erlebenswelt eines jeden Teilnehmers. Es geht dabei nicht darum das Erlebte eines Einzelnen realistisch abzubilden, sondern vielmehr um einen kollektiven Erfahrungshorizont.
Persönliche Gedanken, Gefühle und Lebenserfahrungen werden entfremdet und bieten damit die Grundlage für das szenische Material. So kann ein eigenständiges Werk entstehen, das sich durch viele Eigenanteile und Beiträge der Teilnehmer auszeichnet.
Und genau so war dann auch das Ergebnis nach drei Tagen harter Arbeit. Drei Gruppen erarbeiteten je ein Stück zu brandaktuellen Tagesthemen, die wohl viele Jugendliche interessieren dürften. So wurden das Lehrer-Schüler-“Verhältnis”, Mobbing und der sich immer mehr prostituierende Mensch thematisiert und mit Mitteln der Überhöhung in Szene gesetzt.
Nebenbei wurden Sprech-, Bewegungs-, Entspannungsübungen und Etüden vermittelt. Um einen Eindruck der Mitgestalter zu vermitteln, sind ein paar persönliche Auswertungen zu sehen.
Wir sehen uns noch gemeinsam nach den Ferien die Aufnahmen an. Das haben wir leider nicht mehr geschafft. So können wir aber auch noch nach ein paar Wochen eine gute Nachbereitung vornehmen.

Allgemein

In den drei Projekttagen war es uns möglich von drei Experten Informationen über Menschen auf der Flucht zu erlangen.

Erbin Dikongue  von der RAA in Potsdam
Erbin Dikongue von der RAA in Potsdam

Mittwoch, den 14.10.2015
Am ersten Tag stand natürlich erst die Vorstellung der Runde auf dem Plan, um zu erfahren, mit wem wir es die drei Tage zu tun haben. Erbin Dinkongue und Gast und Referat von der RAA in Potsdam,, selbst vor vier Jahren aus dem afrikanischen Kamerun als Flüchtling nach Deutschland gekommen, führte uns zuerst allgemein in das Thema ein. Wir erfuhren viel über die Gründe und Ursachen für eine Flucht und auch welche Gründe bei einem Asylverfahren anerkannt werden und welche nicht. Auch allgemeine Begriffe und Organisationen zum Thema wie Push-Back  und Frontex wurden genau erklärt.

Manuel arbeitet bei einer Registrierungsstelle für Flüchtlinge in Berlin
Manuel arbeitet bei einer Registrierungsstelle für Flüchtlinge in Berlin

Donnerstag, den 15.10.2015
Am zweiten Tag wurde Erbin von Manuel, der selbst in einer Registrierungsstelle für Flüchtlinge arbeitet, unterstützt. Von ihm erfuhren wir viele Zahlen und Fakten. Wie viele Flüchtlinge kommen nach Europa? Wie viele davon nach Deutschland? Wie und nach welchem Raster werden sie auf die Bundesländer aufgeteilt? Und wie viele werden zurückgewiesen und aus welchen Gründen?  Wir hatten die Möglichkeit, ein Telefonat mit einem Mitglied von Borderline Europe zu führen, in dem wir viele konkrete Informationen von der Grenzsituation erhielten. Die Mitarbeiterin von Borderline Europe, die Studentin in Kiel ist, berichtete auch von persönlichen Erlebnissen mit Flüchtlingen auf Sizilien in diesem Sommer. 

Herr Westphal besorgte für die Projektwoche leihweise die Ausstellung "Asyl ist Menschenrecht"
Herr Westphal besorgte für die Projektwoche leihweise die Ausstellung “Asyl ist Menschenrecht”

Freitag, den 16.10.2015
Unseren letzten Tag starteten wir mit einem gemeinsamen Frühstück. Anschließend befassten wir uns mit den Situationen der Flüchtlinge, von der Ankunft bis zur Anerkennung bzw. Ablehnung oder Duldung. Wir erhielten einen Einblick über das Asylverfahren, die Verhältnisse in Wohnheimen und die Mittel die den Asylbewerbern zur Verfügung stehen. In gemeinsamen Gesprächen tauschten wir unsere Meinungen über Vorurteile, politische Situationen und Hilfsmöglichkeiten aus.

An allen drei Tagen wurde das Thema immer wieder von Praxisbeispielen und auflockernden Rollenspielen begleitet. Es war uns jederzeit möglich unsere Erfahrungen einfließen zu lassen und Fragen zu stellen. Diese blieben nie unbeantwortet und wir fühlten uns dauerhaft gut informiert.

Jennifer Andres und Jessica Schulz

Nachtrag: Herr Dikongue von der RAA Brandenburg, einer unserer Referenten schrieb in einer E-Mail in der Rückschau auf die gemeinsamen Projekttage:

“Anbei paar Handlungsmöglichkeiten/Mögliche Aktivitäten:

  • Kontakte mit Asylsuchenden und Flüchtlingen aufnehmen, Begegnungen organisieren, zur Schule einladen
  • Gemeinsame Aktivitäten durchführen – Gemeinsam kochen, Sportaktivitäten organisieren, zusammen spielen, gemeinsam Musik und Theater machen – 
  • Flüchtlingen die deutsche Sprache beibringen, Nachhilfe oder Hausaufgabenhilfe anbieten
  • Flüchtlinge über das Land (Gerichte …) berichten und sich über ihre Heimatländer informieren – interkultureller Austausch
  • Gesetze bzw. bestimmte Regeln beibringen („Landes-Knigge“)
  • Hilfsbereit und offen sein
  • Projektideen zusammen entwickeln, an Aktionen teilnehmen (mit Respekt und Würde), Kleidungen bzw. Spielzeuge sammeln (vorher nachfragen, was gebraucht wird), Veranstaltungen oder Feste organisieren,
  • Flüchtlingen Informationen vermitteln (Straßen, Supermärkte, Apotheken, …), bei Jobsuche unterstützen, bei Übersetzungen helfen bzw. dolmetschen, zu Behörden oder Ärzten begleiten
  • Sich politisch engagieren (Pro Asyl, Borderline Europa e.V., Flüchtlingsräte, Amnesty international, Unterstützerkreise für Kirchenasyl, Ehrenamtliches Engagement in Flüchtlingsheimen, Migrationsdiensten oder in selbstorganisierten Flüchtlingsinitiativen), Vereine gründen
  • Lobbyarbeit (im Verwandtenkreis, Viertel, mit Freunden) und Öffentlichkeitsarbeit machen (in Schulzeitschriften berichten)
  • usw.

Siehe auch: http://www.taz.de/!5221813/

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