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Montessori-Ausbildung – Besuch im Montessori Labor bei Gritje Zerndt

Am 6. September 2022 folgte unser Montessori-Wahlpflichtkurs des 2. Ausbildungsjahres der Erzieher der Einladung von Gritje Zerndt ins Montessori Labor in Berlin. Der Workshop war das Highlight des neuen Modulstarts.

Unsere angehenden Erzieherinnen und Erzieher wählen im 2. Ausbildungsjahr ihren Wahlpflichtkurs – im Angebot sind Erlebnis- und Montessori-Pädagogik. Unser neuer Montessori-Kurs besteht aus 14 Schülerinnen und Schülern.

Das Erleben einer vorbereiteten Umgebung in einem Montessori-Schulungszentrum, das Ambiente, die einladende Arbeitsumgebung und die entspannte Arbeitsatmosphäre versetzten uns alle in eine andere Welt.

Die Einführungspräsentation von Gritje Zerndt zeigte uns die pädagogischen Schwerpunkte dieser Reformpädagogik – die Sicht auf das Kind, die Hintergründe der Pädagogik, unsere Rolle als pädagogische Fachkraft und den Menschen Maria Montessori.

Danach kamen wir ins Arbeiten:

In kleinen Gruppen erschlossen sich die Fachschülerinnen und -schüler Materialien, lernten sie zu beschreiben und stellten eine erste Verbindung zu diesen her. Den sachgerechten Umgang mit den Materialien verdeutlichte uns Gritje Zerndt im Anschluss mit einer professionellen Darbietung. Durch das Beobachten und Auswerten erschlossen wir uns Sinn, Zweck und Anwendung dieser Materialien und deren Präsentationsmethode.

Gemeinsam entdeckten wir spielerisch die Anwendung und den pädagogischen Schwerpunkt des trinomischen Würfels. Der Einsatz dieses Materials im Kinderhaus, der Grundschule bis zur weiterführenden Schule war faszinierend. Die vielen AHA-Momente bei der Anwendung des Würfels zum Erfassen von Quadratzahlen, Wurzeln bis hin zur binomischen Formel und dem Zusammenfassen von Termen in Gleichungen, waren erhellend. Konsens unserer Erzieher-Azubis: „Wenn wir das so in der Schule gelernt hätten, wäre uns Mathe leichter gefallen“, sagt alles.

Den Tag beendete Gritje Zerndt mit einer Kosmischen Erzählung zu Peter Wohllebens Buch „Weißt du, wie die Bäume trinken?“, als Kamishibai (wörtlich „Papiertheater“).

Ein toller, informativer und lernintensiver Tag mit vielen fantastischen ersten Einblicken in die Montessori-Pädagogik, der uns lange im Gedächtnis bleiben wird. Ein nächster Besuch ist zum Ende des 1. Halbjahres geplant. Vielen Dank an Gritje Zerndt für diese großartige Erfahrung und unserer Geschäftsleitung für die Übernahme der Kosten.

Wir freuen uns sehr auf den nächsten Besuch!

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Das Eis schmilzt und der Meeresspiegel steigt

Mit den neuen Klassen der Sozialassistenten und der Erzieher sind wir am 2. September 2022 zum Filmfestival „Film ohne Grenzen“ auf den Eibenhof in Bad Saarow gefahren. Dort haben wir uns mit anderen Klassen aus mehreren Schulen des Landkreises den Film „Into the Ice“ angeschaut.

Am Anfang wurde erklärt, wer den Film ausgesucht hat, aus welchen Hintergründen und welches Motto das Filmfestival dieses Jahr hatte. Das Motto des Filmfestivals war „Über_Morgen“. Ausgesucht wurde der Film von einer Schülerjury der Maxim-Gorki-Schule aus Bad Saarow.

Der Film wurde auf Grönland (Dänemark) gedreht. Hauptakteure waren drei der weltweit führenden Gletscherforscher*innen mit ihren Teams. Hauptthema des Films war die Antwort auf die Frage, wie schnell der grönländische Eisschild aufgrund des Klimawandels tatsächlich schmilzt und damit der Meeresspiegel weltweit möglicherweise schneller ansteigt.

Während der Drehzeit wurden sehr viele verschiedene Tests durchgeführt, um unter anderem zu klären, um wie viele Millimeter die Eisschicht in einer bestimmten Zeit schmilzt. Die Forscher sind aber auch in eine Gletscherspalte, die ca. 180 Meter tief war, geklettert, um herauszufinden, ob sich auf dem Boden eine feste Eisschicht oder darunter auch noch Wasser befindet. Beim ersten Versuch dies zu tun, konnte der Regisseur und Kameramann Lars Ostenfeld nicht mit hinunterklettern, da das Eis aufgrund der Temperaturen zu weich war und das Risiko zu hoch gewesen wäre. Nachdem zwei der Forscher das erste Mal dort unten angekommen waren und festgestellt haben, dass die glatte Eisfläche auf darunter liegendes Wasser deutet, mussten sie so schnell wie es ging wieder hinaufklettern, weil das Risiko höher war als erwartet.
Beim zweiten Versuch konnten sie in die Eisschicht ein Loch bohren, um festzustellen, ob sie mit ihrem Verdacht richtig liegen. Es stellte sich heraus, dass sich tatsächlich Wasser unter der Eisschicht befindet. Nach diesem Fund kletterten die Forscher wieder aus der Gletscherspalte raus. Im weiteren Verlauf des Filmes wollte ein Forscher eine Speicherkarte aus einem Gerät holen und ist, wie sich im späteren Verlauf zeigte, leider tödlich verunglückt. Fazit war, dass durch das unter der Eisschicht befindliche Wasser der Meeresspiegel schneller ansteigen wird, als bisher vermutet.

Nachdem der Film vorbei war, wurde noch eine kleine Diskussionsrunde durchgeführt. Dort wurde nach der Meinung zum Film gefragt und welchen Beitrag jeder selbst zum Schutz des Klimas leisten kann. Durch den Film soll uns in Erinnerung gerufen werden, dass wir etwas für den Klimawandel tun sollten. 

Marie Lüth, Sozi 22-2

In der Mitte sind Anna Faroqhi und Haim Peretz, die Organisatoren des Jugendprogramms, zu sehen.
Wo sonst die Prominenz steht, haben wir ein Gruppenfoto gemacht.
Schuljahr 2022/23

Fragerunde mit dem BAföG-Amt

Ein traditioneller Besuch in der ersten Schulwoche ist der des BAföG-Amtes. Auch in diesem Jahr beantworteten Herr Lehmann vom BAföG-Amt Beeskow und Herr Zidek vom Fürstenwalder Jobcenter die Fragen unserer Schülerinnen und Schüler.

Ausführliche Informationen gab es zu den neuen Möglichkeiten des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AfbG). Individuell und freundlich wurde auf alle Fragen eingegangen, 90 Minuten lang eine intensive Unterhaltung geführt.

Wir möchten uns bei Herrn Zidek und Herrn Lehmann bedanken, die sich nicht nur für unsere Erzieher Zeit nahmen, sondern auch den Sozialassistenten für Fragen zur Verfügung standen.

Foto: Herr Lehmann und Herr Zidek
Schuljahr 2022/23

Unser erster Schultag

Endlich wieder Schule!? Die Wiedersehensfreude nach den Ferien ist groß, glaubt man den freudigen Gesichtern am ersten Tag des neuen Schuljahres. Dazu kommen viele neugierige Blicke. Es sind unsere neuen Schülerinnen und Schüler, die unserer Schulleiterin Jana Stahr interessiert zuhören, während Sie alle aufs Herzlichste begrüßt und das Lehrerkollegium vorstellt.

Wir freuen uns über zwei neue Klassen mit Sozialassistenten, die zweite Teilzeitklasse bei den Erziehern und über Studierende bei den Erziehern im 1. Ausbildungsjahr.
Für die Neuen geht es zunächst ans Kennenlernen der Klassenkameraden, der Lehrer und des Schulgebäudes und alles, was es sonst noch Wissenswertes gibt.
Da wir eine kleine Schule sind, fällt das Eingewöhnen meist nicht schwer. Wir starten in das neue Schuljahr mit viel Optimismus.

Schuljahr 2022/23

Leckeres selbst gekocht und angerichtet

In der Vorbereitungswoche wollten wir wieder etwas im Team unternehmen. Letztes Jahr ging es mit dem Floss auf die Spree, in diesem Jahr haben wir uns für ein gemeinsames Koch-Event entschieden. Am 17. August ging es also ins SaarowCentrum, wo uns Lutz Knöfel in Empfang nahm.

Das Menü war ambitioniert und so ging es rasch zur Sache, alle Aufgaben wurden zügig verteilt. Als Vorspeise wurden u.a. leckere Bruschetta serviert. Das Weißbrot, noch warm aus dem Ofen, mit Knoblauch eingerieben und mit frischen Tomaten und Basilikum belegt, war schon einmal ein guter Start – lecker.
Nebenbei wurde der Nudelteig geknetet. Nachdem dieser geruht hatte, ging es an die Nudelmaschine. Mehrfach musste der Teig durch die Walzen, die Nudeln dürfen am Ende nämlich nur ca. 3mm dick sein. Das hat selbstverständlich eine Weile gedauert, aber der Aufwand lohnt. Der Genuss frischer Nudeln ist unübertroffen.
Gereicht wurden die Nudeln in einer leckeren Zitronensahnesoße. Dazu gab es dünn geschnittenes Kalbfleisch mit Schinken und Salbei zusammengesteckt, angebraten in der Pfanne und in der Röhre fertig gegart.
Mit Sahne gefüllte Blätterteigtaschen, angerichtet mit Aprikosenbeilage, waren der krönende Abschluss. Wir ließen es uns gut schmecken – selbst zubereitetes Essen ist doch noch einmal mehr ein Genuss.
Auch der abschließende Abwasch ging schnell von der Hand. Wir, als eingespieltes Team, hatten viel Spaß, haben noch einiges gelernt und den einen oder anderen Tipp von Lutz Knöfel bekommen.
Ihm gilt an dieser Stelle unser Dank für die gute Organisation und Anleitung.

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Musik macht Schule

Ab diesem Schuljahr bieten wir unseren angehenden Sozialassistenten und Erziehern etwas Neues. In Kooperation mit der Musikschule Oder-Spree „Jutta Schlegel“ gibt es ab diesem Ausbildungsjahr ein zusätzliches musikalisches Angebot an der Schule. Unterrichtet wird in den Bereichen Gitarre, Gesang und Trommeln. Das Angebot gilt verpflichtend für alle neuen Auszubildenden, die Azubis des 2. und 3. Lehrjahres können das Angebot ebenfalls wahrnehmen. 

 

Musikalische Auftaktveranstaltung am 31. August 2022

 

Von 10:30 – 14:30 Uhr sind wir mit knapp 90 Schülern und Lehrern in der Musikschule Oder-Spree „Jutta Schlegel“ in der Frankfurter Straße zu Gast. Mit dabei sind nicht nur die neuen Auszubildenden des 1. Lehrjahres. Auch unsere “alten Hasen” finden das neue Angebot super und freuen sich auf die Teilnahme.

Los geht es um 10:30 Uhr mit 32 unserer angehenden Sozialassistenten und 2 Lehrern. Um 11:45 Uhr legen dann unsere 23 Erzieher-Azubis mit 2 ihrer Lehrer nach. Um 13:30 Uhr folgt der große Abschluss mit insgesamt 29 Schülern und Lehrern aus den 2. und 3. Ausbildungsjahren.  

 

Und nicht vergessen: Am 1. September laden wir zum Infotag an unsere Schule. Von 17:00 – 19:00 Uhr erfahrt Ihr alles Wissenswerte rund um unsere Ausbildungen und das Studium.

 

Unser Team der Beruflichen Schule Paula Fürst
der FAWZ gGmbH freut sich über Euren Besuch!

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Besuch in einem über 500 Jahre alten Gemäuer

Das ganze Jahr feiert Fürstenwalde sein 750-jähriges Jubiläum. Regionalgeschichte steht auch im Stundenplan meines Faches. Während sich die Sozialassistenten bereits mit den geschichtsträchtigen Sehenswürdigkeiten unserer Stadt bekannt gemacht haben, ging es am Dienstag mit den Erziehern des 2. Ausbildungsjahres in das Fürstenwalder Brauereimuseum.

Im Brauereimuseum Fürstenwalde informierten wir uns über die lange Brautradition unserer Stadt. Bernd Norkeweit klärte die Schülerinnen und Schüler über die Braugeschichte auf, die bis ins 16. Jahrhundert reicht. Dieser Vortrag wurde ergänzt durch ein Video, in dem der 1516 gestorbene Krüger Kersten aus Steinhöfel wieder zum Leben erweckt wird und über seine Erfahrungen mit dem damaligen Braurecht berichtete. Besonders beindruckt waren alle vom historischen Ratskeller. Die zahlreichen Ausstellungsstücke, die gut sortiert sind, stießen ebenfalls auf Interesse, genauso wie die Erklärung des Brauvorganges. 

 

Birgit Bauer – Lehrerin für politische Bildung

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Wir hatten Besuch aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie

Im Rahmen des Unterrichtes in Lernfeld 2 haben wir, die Schülerinnen und Schüler der Erzieher 20, Frau Kokel aus dem Arbeitsfeld der Kinder- und Jugendpsychiatrie, bei uns in der Beruflichen Schule Paula Fürst begrüßen dürfen.

Frau Kokel ist gelernte Krankenschwester und arbeitet auf der Kinderstation der Kinder- und Jugendpsychiatrie im Asklepios Fachklinikum in Lübben. Zunächst stellte sie uns ihren Fachbereich vor, berichtete von ihrem Tagesablauf und erläuterte uns ihre Aufgabenbereiche.  Im Anschluss konnten wir unsere Fragen an Frau Kokel stellen und in einen fachlichen Austausch gehen. Hier wurden beispielsweise folgende Fragen besprochen: Wie läuft die Aufnahme in der Kinder- und Jugendpsychiatrie ab? Was wird getan, wenn ein Kind/Jugendlicher handgreiflich wird? Wie sieht der Tagesablauf für die Kinder und Jugendlichen aus? Merkt man die Auswirkung der Corona-Pandemie?

Am Ende gab es einen Austausch dazu, inwiefern wir mit einer abgeschlossenen Erzieher-Ausbildung in der vorgestellten Einrichtung arbeiten können, welche Verbindungen es zu diesem Arbeitsfeld gibt und welche Voraussetzungen wir mitbringen sollten. Dabei ist herausgekommen, dass Erzieher/-innen mit einer abgeschlossenen Ausbildung sehr gern in Kinder- und Jugendpsychiatrien aufgenommen werden. Wir waren überaus interessiert an den Erzählungen von Frau Kokel, da wir viele Informationen für unsere berufliche Zukunft oder auch privat nutzen können.

Als Resultat des Besuches wünschen wir uns in Zukunft häufiger die Möglichkeit für einen fachlichen Austausch, welcher arbeitsfeldübergreifend gestaltet ist. Das Feedback war ausnahmslos positiv.

 

Erzieher 20

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Brettspiele und Gitarren im Gepäck

Der Stundenplan sah am 4. Juli ganz anders aus als sonst. Zum einen stand ein Spieletag auf dem Programm. In verschiedenen Räumen wurden Brett,- Würfel, Karten- und Gesellschaftsspiele gespielt. Auch vor dem Schulgebäude gab es ein Angebot mit Bewegungsspielen. Wichtig war, dass sich pro Angebot immer nur ein paar Schülerinnen und Schüler einer Klasse einschreiben konnten, so dass die Gruppen mit Sozialassistenten und Erziehern gut gemischt waren. In meinem Raum, in dem Brettspiele angeboten wurden, ging es meist ganz klassisch zu mit „Mensch ärgere dich nicht“, „Halma“, „Rummikub“, „Das verrückte Labyrinth“. „Uno“ ist das Kartenspiel, das auch in den Pausen oft gespielt wird, so durfte es auch heute nicht fehlen. Und während die meisten Schülerinnen und Schüler im Wechsel die verschiedensten Spiele ausprobierten, waren mehr als 20 Schüler und Lehrer beim Gitarrenunterricht.

Heike Beyer-Kellermann, Dipl. Musiktherapeutin, Dipl. Pädagogin, Musikerin, Dozentin für Musik und musikalische Früherziehung bot ein Gitarren-Intensivseminar an.  An nur einem Tag kann man 30 Lieder mit der Gitarre begleiten lernen. Es war ein spezielles Angebot für unsere angehenden Erzieherinnen und Erzieher. Grund für diesen schnellen Erfolg sind Heike Kellermanns langjährige Unterrichtserfahrung und die humorvolle, lockere, unkomplizierte Art, mit der sie ihre Kursteilnehmer*innen für das Gitarrenspiel begeistert. Geprobt wurden mehr als 30 Lieder, die die Teilnehmenden sofort im Kitaalltag einsetzen können, d.h. erst einmal in ihren Praktika. Darunter waren Lieder wie „Bruder Jakob“, „Aram sam sam“, „Tschu tschu wa, tschu tschu wa“, „Das Krokodil aus Afrika“, „Mh, Mh, macht der kleine Frosch im Teich“, „Laterne, Laterne“. Also viele Begrüßungslieder für den Morgenkreis, Lieder zu allen Jahreszeiten, Märchenlieder, Lieder, zum Aufräumen, Zähne-Putzen, Fingerspiele und viele andere. Den Teilnehmenden hat es viel Spaß gemacht.

 

Birgit Bauer

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Unterwegs in Venlo mit Erasmus+

ERASMUS+ hat es möglich gemacht. Vier Lehrerinnen unserer Schule waren vom 10. bis 15. Juni 2022 im niederländischen Venlo unterwegs, um Beziehungen zu einheimischen Schulen und Behinderten- sowie Altenpflegeeinrichtungen aufzubauen.

Erste Station war die Koffieschenkerij Genuujerie. Wir haben ein inklusives Konzept kennengelernt. Dieses Café beschäftigt behinderte Menschen, die im Service arbeiten. Diese Menschen werden als „besondere“ Menschen bezeichnet, was die Wertschätzung für sie zum Ausdruck bringt. Seitens der Gäste sind diese Mitarbeiter voll akzeptiert. Wir wollten auch wissen, ob die Möglichkeit besteht, eventuell Praktikanten von uns bei ihnen arbeiten zu lassen. Die Möglichkeit wurde bestätigt.

Nächste Station war der Zorgpark Auxiliatrix. Das Konzept ist gemeinschaftliches Wohnen als Normalität, d.h. leben in finanzierbaren und staatlich gestützten Wohnungen im Sinne eines gleichen Wohnkomforts. Es gibt keinerlei Ausgrenzungen: Senioren, körperlich und kognitiv eingeschränkte Personen und junge Familien wohnen gemeinsam in diesem Wohnkomplex.

Das integrierte Restaurant wird auch als Treffpunkt für Mahlzeiten, Festlichkeiten, gemeinsame Zeit etc. von allen genutzt.  Auch hier wurde Haltung und Wertschätzung des Miteinanders deutlich.

Beeindruckt hat uns eine Filiale von Downies & Brownies. Diese Gastronomien beschäftigen u.a. Menschen mit geistiger Behinderung. Inzwischen gibt es mehr als 40 Filialen im ganzen Land. Wir haben uns überzeugt, das Essen schmeckt lecker und die Bedienung war sehr zuvorkommend.

 

Am Montag war unser erster Treff mit Gunsje Toemen, unserer Mitorganisatorin der ERASMUS-Reise. Unser Erfahrungsaustausch brachte zum Ausdruck:

  • In Holland wird Inklusion positiver gelebt.
  • Sprache über ältere Menschen ist positiver.
  • Ältere Menschen fühlen sich umsorgt, nicht gepflegt.
  • Wir Deutsche machen aus allem eine Wissenschaft, hier ist alles normaler.

Gunsje arbeitet in der Gilde Opleidingen. Das Motto ist: „Wir lassen Menschen machen, wir machen Menschen besser, wir machen Ausbildung begreifbar“. Gilde Opleidingen ist eine berufsbildende Sekundarschule mit 1.100 Studenten an 10 Standorten u.a. mit Ausbildungen in der Kinderbetreuung und der Krankenpflege.

Am Venloer Standort lernen 480 Studenten in sechs Ausbildungsberufen (modulare Ausbildung) mit 30 Mitarbeitern, die jeden Tag zu einem Lernerlebnis für die Schüler machen. Für die Lehrer ist es wichtig, eine Umgebung zu schaffen, in der Lernen möglich ist und Spaß macht. Studierende dürfen bestimmen, welchen Weg sie gehen möchten.

Sehr herzlich wurden wir auch in Daelzicht Hof van Heel empfangen. Es ist eine zentrale Einrichtung, in der besondere Menschen, von jungen Erwachsenen bis zu alten Menschen, leben und arbeiten. Einige Bewohner arbeiten in Werkstätten, andere (ca. 60%) in Firmen im Ort bzw. ortsnah. In den Niederlanden wird nach IQ-Test entschieden, welche Förderung und Unterstützung dem Einzelnen zusteht und in welchen Einrichtungen sie betreut werden.

Letzte Station war der Talentecampus Venlo. Direktor Frans Fullings stellte uns das Konzept und seine Entstehung vor. Der Talentencampus entstand über einen Entwicklungszeitraum von sieben Jahren aus vier Schulen, die drei verschiedene Träger hatten und den Bereich der Grundschulen für Kinder mit und ohne Förderbedarf umfassten (geistig und mental eingeschränkt IQ ab 30 bis Hochbegabung IQ 140). Den Campus besuchen heute ca. 600 Kinder im Alter von 3 Monaten bis 12 Jahren. Die Lehrpläne sind stark individualisiert; bereiten auf nötige Transitionen auch mit speziellen Trainings vor und sind an der einzelnen Persönlichkeit ausgerichtet.

Untergebracht waren wir auf der Eselsfarm „‘t jaegershoes“, viele Kilometer entfernt von Venlo. Das Besondere an diesem Eselshof ist neben dem B & B und der Ruhe, das Konzept des Hofes. Er bietet Arbeit für Menschen mit verschiedenen Einschränkungen, die in diesem Bereich arbeiten möchten. Es ist eine familiär geführte Einrichtung.

Bei dieser Bildungsreise lernten wir viele tolle Menschen kennen und konnten viele Eindrücke sammeln. Ohne Probleme wurden uns viele Interviews gegeben, die wir auch mit der Kamera festgehalten haben. Ob wir Schüler zum Praktikum schicken können, müssen wir jetzt prüfen, Angebote gab es einige.

Und was gibt es noch Besonderes zu berichten? Wir fuhren über 80 Kilometer mit dem Fahrrad, jeden Tag, denn wie hätten wir sonst von A nach B kommen sollen.

Unser Dank geht an allen Menschen, die uns in Venlo und Umgebung so herzlich empfangen haben, die so auskunftsbereit waren und uns an ihren Erfahrungen haben teilnehmen lassen.

 

Manuela Schmidt, Kati Weigmann, Michaela Vanhoof, Birgit Bauer

Die Berufliche Schule Paula Fürst der FAWZ gGmbH ist bei Erasmus + für das Programm 2021-2027 erfolgreich akkreditiert. Unsere Schule führt im Rahmen dieses EU-Programms spannende und nachhaltige interkulturelle Begegnungen, Projekte und Mobilitäten mit diversen Schwerpunkten von sozialer Inklusion über digitalen Wandel bis hin zum “grünen” Denken und Handeln durch.

Unterstützung erhält Sie dabei von der Nationalen Agentur beim Bildungsinstitut für Berufsbildung (NABIBB). Sie ist eine von vier Nationalen Agenturen, die in Deutschland das EU-Programm Erasmus+ umsetzen und ist speziell für den Bereich Erasmus+ Berufliche Bildung verantwortlich.

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