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Die letzten Prüfungen haben unsere Sozialassistenten abgelegt. Am vorletzten Schultag stand für unsere SOZI 17/2 der Besuch des Sukhavati – Zentrum für Spiritual Care am Scharmützelsee in Bad Saarow auf dem Programm.

Herzlich empfangen wurden wir von Oliver Peters, der seit zwei Jahren im Sukhavati wohnt. Er erzählt, dass eine sehr großzügige Spende den Anstoß für die Errichtung dieses gemeinnützigen Zentrums für spirituelle Begleitung gab.

Was ist eigentlich Sukhavati?

Berufliche Schule FAWZ gGmbH_Besuch des Sukhavati am Scharmützelsee_1Sukhavati ist ein Wort aus dem Sanskrit und meint: Der Ort des Wohlbefindens, des Glücks und der Zufriedenheit.

Sukhavati ist inspiriert von der tibetisch-buddhistischen Tradition, die auf das „Tibetische Totenbuch“ aus dem 8. Jahrhundert zurückgeht. Das gemeinnützige Modellprojekt wurde entwickelt mit dem Ziel, die Lehren und Methoden der tibetisch-buddhistischen Weisheitstradition in die Praxis umzusetzen. Sie ermöglichen Menschen in krisenhaften Phasen einen Perspektivwechsel im Blick auf ihr Leben.

Das Zentrum am Karl-Marx-Damm, direkt am Scharmützelsee gelegen, ist nicht  zu übersehen. Die Architektur ist beeindruckend. Beschrieben wird es auf der Webseite des Sukhavati wie folgt: „Das Zentrum öffnet sich mit einem Bauteil in Form eines großflächigen Fensters und erlaubt den Spaziergängern den Blick von der Kurpromenade durch einen inneren gemeinschaftlichen Bereich zum Scharmützelsee hin. Diese einladende Geste symbolisiert Toleranz und die universellen spirituellen Prinzipien von Sukhavati.“ (Quelle: https://www.sukhavati.eu/)

Das Einzigartige am Projekt Sukhavati: Spiritual Care wird hier gelehrt und angewendet zugleich. Der Wohnbereich bietet den Raum für Menschen in Lebensumbrüchen und für solche mit großer Pflegebedürftigkeit, z. B. am Ende ihres Lebens. Spiritual Care unterstützt die Menschen in ihren jeweiligen Bedürfnissen.
Von besonderer Bedeutung für den Geist des Zentrums sind die praktizierenden Mitbewohner. Durch ihre Meditationen schaffen sie eine mitfühlende und heilsame Atmosphäre. Gleichzeitig sind sie im Interesse der Gäste tätig und präsent.
Oliver Peters erklärte das Konzept ausführlich. Deutlich wurde, dass hier alle Menschen, egal ob religiös oder nicht, gleich welcher Religion im Sukhavati herzlich willkommen sind.

Führung durch das Sukhavati-Gebäude

Unsere Schülerinnen und Schüler wurden durch alle Gebäudeteile geführt. Einen Einblick gab es in ein Gästezimmer, aber auch in den Pflegebereich. Die Meditationsräume waren genauso sehenswert. Zweimal nahm Oliver Peters Schülerinnen mit in eine kurze Meditation. Ihm war wichtig, dass sie einmal spüren, wie es ist, in der Stille zu sein, was nicht heißt, dass sie keine Gedanken haben dürfen. Beeindruckend war auch der Blick auf den Scharmützelsee – von der oberen Terrasse genauso wie direkt am Ufer.

Trotz des heißen Tages war es im Haus sehr angenehm. Der Garten strahlte Ruhe aus und enthält einige buddhistische Elemente, die einen Spaziergang sehr angenehm machen. Oliver Peters war so nett, und machte an der Buddha-Statue im Garten ein Foto von uns.

Berufliche Schule FAWZ gGmbH_Besuch des Sukhavati am Scharmützelsee_2Herzlichen Dank für den warmen Empfang und die gute Erklärung des Sukhavati-Konzeptes. Im nächsten Jahr  werden wir bestimmt mit einer weiteren Klasse wieder zu Besuch kommen.

Frau Bauer
Fachlehrerin für Politische Bildung

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